Indonesien – Gericht bestätigt Todesurteil für Mann aus Metz
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IndonesienGericht bestätigt Todesurteil für Mann aus Metz

Indonesien beharrt auf die Todesstrafe für den 51-jährigen Franzosen aus Metz, der 2007 verurteilt wurde, in einem Drogenlabor gearbeitet zu haben.

Der Franzose Serge Atlaoui wurde 2007 in Jakarte zum Tode verurteil.

Der Franzose Serge Atlaoui wurde 2007 in Jakarte zum Tode verurteil.

AFP/Romeo Gacad

Ein Verwaltungsgericht in Indonesien hat den Einspruch eines wegen Drogendelikten zum Tode verurteilten Franzosen Serge Atlaoui zurückgewiesen. Der 51-Jährige hatte gegen die Entscheidung von Präsident Joko Widodo Berufung eingelegt, sein Gnadengesuch abzulehnen. Die Richter erklärten am Montag, es falle nicht in ihre Zuständigkeit, einen Beschluss des Staatschefs zu überprüfen. Die Verteidiger suchen nach eigenen Angaben nun nach anderen rechtlichen Möglichkeiten, die Hinrichtung zu stoppen.

Der Franzose war 2007 zum Tode verurteilt worden, weil er in einem Drogenlabor gearbeitet haben soll, das Ecstasy herstellte. Er sei dort lediglich als Schweißer tätig gewesen, hatte er in dem Prozess beteuert.

Der 51-Jährige sollte bereits im April zusammen mit acht ebenfalls wegen Drogenvergehen zum Tode verurteilten Angeklagten hingerichtet werden. Wegen des Einspruchs hatte ein Gericht seine Exekution aufgeschoben. Die anderen Verurteilten - zwei Australier, vier Nigerianer, ein Brasilianer und ein Indonesier -, waren trotz internationaler Proteste vor ein Erschießungskommando gestellt worden. Indonesien ist eines von rund 30 Ländern, in denen auf Drogenverbrechen die Todesstrafe steht.

(L'essentiel/dpa)

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