Frankreich – Gericht verurteilt falschen Cattenom-Terroristen
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FrankreichGericht verurteilt falschen Cattenom-Terroristen

Ein Mann muss für zehn Monate hinter Gitter, weil er das Atomkraftwerk als Ziel eines Al-Qaida-Terroranschlags bedroht hatte.

War doch nicht im Visier von Al-Qaida-Terroristen: das Atomkraftwerk Cattenom.

War doch nicht im Visier von Al-Qaida-Terroristen: das Atomkraftwerk Cattenom.

AFP/Patrick Hertzog

Ein 45-jähriger Franzose wurde am Dienstag zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt, weil er das Kraftwerk Cattenom am 10. Oktober 2016 mit einem falschen Terroranschlag bedroht hatte. Der Mann gab sich als Al-Qaida-Beauftragter aus und drohte, dass etwa 100 Terroristen aus den Départements Moselle, Meurthe-et-Moselle und Maas noch vor Weihnachten zum Angriff bereit wären.

Die Angaben waren falsch, aber durch den angespannten terroristischen Kontext wurden damals schwere Schutzmaßnahmen ergriffen.

«Schon einmal vor 23 Jahren verurteilt»

Der Verurteilte war sehr schnell entlarvt worden, da er die falschen Drohungen über seinen Telefonanschluss verbreitet hatte. Nachdem die Polizei ihn ausfindig gemacht hatte, entdeckten sie in seinem Haus Dokumente zu mehreren «Angriffspunkten» wie dem Bahnhof Thionville oder dem Ostbahnhof in Paris. Zu seiner Verteidigung erklärte der Bewohner von Piblange dem Gericht, dass seine Medikamente ihn «alles tun» lassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der vierfache Vater mit der Justiz auseinandersetzen muss. 1995 wurde er verurteilt, weil er acht Kugeln auf Autos und einen Bus abgefeuert hatte. Damals hatte er bei der Aktion ein junges Mädchen verletzt.

(th/L'essentiel)

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