Ministerin tritt zurück – Gerüchteküche um Nagel-Nachfolge brodelt

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Ministerin tritt zurückGerüchteküche um Nagel-Nachfolge brodelt

LUXEMBURG - Luxemburgs Wohnungsbau- und Kulturministerin Maggy Nagel ist am Mittwoch aus ihrem Amt zurückgetreten. Bereits jetzt fallen Namen potenzieller Nachfolger.

Der Rücktritt von Maggy Nagel hatte sich angedeutet.

Der Rücktritt von Maggy Nagel hatte sich angedeutet.

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Das Gerücht gab es schon länger, nun ist es wohl Gewissheit. Luxemburgs Kultur- und Wohnungsbauministerin Maggy Nagel ist zurückgetreten. Radio 100,7 hatte am Morgen darüber berichtet. Die 58-Jährige hat am Mittwochmorgen im Ministerrat ihren Rücktritt eingereicht. Nagel stand in der jüngsten Vergangenheit stark in der Kritik.

Den Posten im Wohnungsbauministerium soll nun wohl Staatssekretär Marc Hansen übernehmen, der bereits im März von Xavier Bettel an Nagels Seite gestellt wurde. Wer die Rolle im Kulturministerium übernimmt, ist noch offen. Der DP-Abgeordnete Gilles Baum hat sich über Facebook bereits selbst ins Spiel gebracht. «Würdest du mich dann akzeptieren?», schreibt er in einem Kommentar (siehe unten).

Delles lehnt ab

Mondorfs Bürgermeister Lex Delles hat die Nachfolge derweil abgelehnt. Im Gespräch mit L'essentiel erklärte der 30-Jährige, dass er zwar offiziell von Premierminister Xavier Bettel vorgeschlagen worden sei, das Angebot aber wegen seines kommunalen Engagement nicht annehmen werde. Trotzdem sei er stolz. «Die Menschen in Mondorf haben mir mit der Wahl eine Mission anvertraut, derer ich mich nicht entziehen werde.» Der Lehrer löste Nagel bereits 2014 als Bürgermeisterin von Mondorf ab. Seit 2013 sitzt er im Parlament.

Aus der Opposition gibt es bereits die ersten Reaktionen – erwartungsgemäß kritisch: «Mit ihrem Rücktritt zieht Maggy Nagel einen Schlussstrich unter eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Somit findet die Chronik eines unvermeidbaren Rücktritts ein Ende», heißt es in einer Mitteilung der CSV. Ab 13 Uhr soll das Comité Directeur über die Nachfolge entscheiden. Gegen 13.15 Uhr will sich der Premier äußern.

(jm/th/L'essentiel)

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