Bommeleeër-Prozess – Gesamte Ex-Führungsriege sagt aus

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Bommeleeër-ProzessGesamte Ex-Führungsriege sagt aus

LUXEMBURG - Beim Prozess um die Bombenattentate in den 1980er Jahren wird es spannend. Die gesamte ehemalige Führungsmannschaft der Sicherheitsbehörden steht im Zeugenstand.

Nach einer Woche Prozesspause wird es am Montag im Bommeleeër-Prozess spannend. Das Gericht beschäftigt sich erneut mit der in den 1980er Jahren als «heiß» geltenden Spur, die zu Ben Geiben führt. Im Mittelpunkt steht die dubiose Beschattung Geibens sowie der Anschlag auf das alte Justizgebäude im Oktober 1985.

Ben Geiben, damals nicht mehr in der Gendarmerie, sollte nach Luxemburg gelockt und überwacht werden. Wenig später tauchte er h aaucuf und im gleichen Zeitraum explodierte ein Sprengsatz vor dem Justizgebäude. Das Gericht will nun herausfinden, warum die Observation Geibens plötzlich abgebrochen wurde und warum sich viele Offiziere nicht mehr an die Details der Beschattung und den Anschlag erinnern können - oder wollen.

Wichtige Zeugen

Wichtige Zeitzeugen von damals treten diese Woche vor Gericht an. Sie bekleideten allesamt hohe Ämter im Luxemburger Sicherheitsapparat und waren wichtige Entscheidungsträger bei der Aufklärung oder auch Nichtaufklärung und Verfolgung der vermeintlichen Bommeleeër. Als Zeugen sagen vor Gericht unter anderem der damals Verdächtige Ben Geiben, sowie die Gendarmerieoffiziere Armand Schockweiler, Marc Zovilé, Pierre Reuland, Guy Stebens und der damalige Gendarmerie-Chef Aloys Harpes aus.

Einige dieser Namen werden in einem Atemzug mit möglichen Vertuschungs- und Täuschungsaktionen genannt. Darunter fällt die Beschattung von Geiben. Nur ein kleiner Kreis war darüber informiert. Die Justiz blieb damals außen vor, obwohl die Observation eigentlich ihre Aufgabe war. Die Richter dürften zu diesem Vorgehen einige Fragen haben.

(L'essentiel Online mit tageblatt.lu)

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