In Luxemburg – Gesetz soll Folgen von Finanzkrisen abschwächen

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In LuxemburgGesetz soll Folgen von Finanzkrisen abschwächen

LUXEMBURG – Das Großherzogtum rüstet sich für den Fall einer neuen Finanzkrise. Am Montag wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgestellt.

Der Gesetzesentwurf regelt insbesondere den Bankensektor.

Der Gesetzesentwurf regelt insbesondere den Bankensektor.

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Luxemburg will im Falle einer neuen Finanzkrise, wie sie sich 2008 ereignete, besser geschützt sein. Am Montag wurde dem Finanzausschuss ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt. Mit ihm sollen zwei europäische Richtlinien aus dem vergangenen Jahr umgesetzt werden, die die Wucht einer neuen Krise abfedern sollen.

Konkret werden Einlagen im Falle einer Bankinsolvenz bis zu 100.000 Euro entschädigt, mit einer staatlichen Garantie, die bis zu einer Milliarde Euro betragen kann. Mit diesen Bestimmungen wird einem Gesuch des Internationalen Währungsfonds (IWF) entsprochen. Die Vergütung von Risikoträgern im Bankensektor, insbesondere von Händlern, wird ebenfalls geregelt. Die Abgeordneten baten um weitere Einzelheiten zu diesem Punkt.

Der Text legt auch Regeln für bestimmte Strukturen fest, die nicht in den Anwendungsbereich der derzeit geltenden Richtlinie fallen. So werden beispielsweise ausländische Konzerne mit weniger als 40 Milliarden Euro an Vermögenswerten in Holdinggesellschaften den EU-Vorschriften über Aufsicht und Zusammenarbeit unterliegen. Der Abgeordnete Guy Arendt (DP) wurde zum Berichterstatter ernannt. Ein Zeitplan für das Inkrafttreten des Gesetzes ist zur Zeit nicht bekannt.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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