Sozialversicherung – Gesundheitskasse rutscht in die roten Zahlen
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SozialversicherungGesundheitskasse rutscht in die roten Zahlen

LUXEMBURG - Die CNS hat im Vorjahr einen Verlust von 22 Millionen Euro eingefahren. Die Direktion warnt vor einem «zerbrechlichem Gleichgewicht».

Die luxemburgische Gesundheitskasse musste im Vorjahr einen Verlust von 22 Mio. Euro verkraften.

Die luxemburgische Gesundheitskasse musste im Vorjahr einen Verlust von 22 Mio. Euro verkraften.

DPA

Die nationale Gesundheitskasse (CNS) musste im vergangenen Jahr einen Verlust von 22 Millionen Euro hinnehmen. Die Einnahmen reichten im Vorjahr nicht aus, um die um fast acht Prozent gestiegenen Ausgaben zu kompensieren. Unter dem Strich verbuchte die Kasse Einkünfte von 2,381 Milliarden Euro, auf der Ausgabenseite standen jedoch 2,403 Milliarden Euro zu Buche. 2012 hatte es noch ein Plus von 42,8 Millionen Euro gegeben.

Wie das Direktionskomitee bei der Präsentation der Jahresbilanz erklärte, werde der Minusbetrag durch Rücklagen aufgefangen. Das CNS-Direktionskomitee sprach bei der Pressekonferenz allerdings von einem «zerbrechlichen Gleichgewicht» und pocht auf weitere Sparmaßnahmen und Strukturreformen.

Medizinische Leistungen als größter Kostenpunkt

Zu den größten Brocken auf der Ausgabenseite zählen die medizinischen Leistungen in Arztpraxen und Krankenhäusern mit 2,048 Milliarden Euro. Hier gab es ein Plus von 8,3 Prozent. Die Geldleistungen (u.a. für Entgeltfortzahlung bei Krankenständen) beliefen sich auf 247,4 Millionen Euro (+4,8 Prozent). Die CNS wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die Aufwendungen für Langzeitkranke nach einem starken Anstieg in den vergangenen zwei Jahren wieder einigermaßen stabilisiert hätten. Insgesamt wurden hier 126 Mio. Euro ausbezahlt (+4 Prozent).

In Luxemburg waren im vergangenen Jahr 508‘712 Menschen bei der CNS versichert. Das waren um 1,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Hinzu kommen 247'473 Versicherte, die im Ausland wohnen und dort auch meist die medizinische Versorgung in Anspruch nehmen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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