Reaktionen – Geteiltes Echo auf Bettels Rede zur Lage der Nation

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ReaktionenGeteiltes Echo auf Bettels Rede zur Lage der Nation

LUXEMBURG – Regierungskoaltion und Opposition haben am Dienstagnachmittag gegenüber «L'essentiel» die Rede des Premiers zur Lage der Nation bewertet.

Die Regierungskoalition und die Opposition sind sich nicht einig über die Bewertung von Bettels Diskurs.

Die Regierungskoalition und die Opposition sind sich nicht einig über die Bewertung von Bettels Diskurs.

Editpress/Isabella Finzi

Die Rede zur Lage der Nation von Premier avier Bettel (DP) löst bei den Chamber-Abgeordneten gemischte Gefühle aus. In der Regierungskoalition wird das Gesagte durchweg positive aufgenommen. So bescheinigt Eugène Berger seinem Parteikollegen, dass dieser eine ehrliche Analyse des Zustands des Landes abgeliefert habe. Man müsse die derzeit gute Lage nutzen, um weiter eine gerechte Politik zu verfolgen.

Auch Vertreter der anderen Regierungsparteien blasen ins selbe Horn. Grünen-Fraktionschefin Josée Lorsché lobt Bettel für seine handfeste Rede. Sie zeigt sich erfreut darüber, dass der Premierminister die Themen Umwelt und Klimaschutz so in den Mittelpunkt gestellt hat. Alex Bodry von der LSAP erinnert daran, dass es normal sei, wenn eine solche Rede nicht so sehr ins Detail gehe. Dafür gäbe es schließlich den Koalitionsvertrag.

Opposition fehlen konkrete Vorschläge

Erwartungsgemäß fällt die Bilanz der Opposition zu Bettels Diskurs ganz anders aus. Martine Hansen von der CSV vermisst neue Impulseund konkrete Lösungen. Vor allem zum Aufreger-Thema Wohnen sei die Rede zu dünn gewesen. Gast Giberyen von der ADR findet, dass der Premier mit einer solchen inhaltsleeren Rede keine Fehler habe machen können.

Marc Baum, Abgeordneter von Déi Lénk, kritisiert, dass der Premier zum Thema Wohnen nur einen Satz verloren habe. Auch die wachsende soziale Ungleichheit im Lande sei dem Regierungschef keine Silbe wert gewesen. Piraten-Politiker Sven Clement bemängelt, dass der Premier zwar schöne Worte für die wirtschaftliche und ökologische Situation das Landes gefunden habe, aber den Menschen sonst keine Antworten gegeben habe. Diese bräuchten statt toller Worte ein Dach über dem Kopf und etwas im Magen.

(mau/L'essentiel)

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