Arbeit in Luxemburg – Gewerbeaufsicht verzeichnet «historisches» Jahr
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Arbeit in LuxemburgGewerbeaufsicht verzeichnet «historisches» Jahr

LUXEMBURG – Für die Gewerbeaufsicht (ITM) war das Jahr 2019 ein besonderes: Die Zahl der Inspektionen und die Höhe der Bußgelder erreichten Rekordwerte.

Für die Gewerbeaufsicht (ITM) war das Jahr 2019 ein «historisches»: Die Zahl der Inspektionen und die Höhe Bußgelder erreichen Rekordwerte.

Für die Gewerbeaufsicht (ITM) war das Jahr 2019 ein «historisches»: Die Zahl der Inspektionen und die Höhe Bußgelder erreichen Rekordwerte.

L'essentiel

Die Gewerbeaufsicht (Inspection du Travail et des Mines, ITM) in Luxemburg beschäftigt sich für gewöhnlich mit der dunklen Seite der Arbeitswelt. Sie ist zuständig für die Arbeitsbedingungen und die Arbeitssicherheit. Und die Zahlen, die die ITM am Donnerstagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz im Arbeitsministerium vorgestellt hat, untermauern, wie wichtig ihre Arbeit ist: Demnach führte die Aufsicht im vergangenen Jahr 5682 Kontrollen durch und verhängte 1274 Verwaltungsstrafen in Höhe von insgesamt 5,3 Millionen Euro. ITM-Direktor Marco Boly spricht gar von einem «historischer Rekord in allen Kategorien».

Demnach betraf ein Drittel der Untersuchungen die Bereiche Handel, Buchhaltung und den Bausektor. Und mehr als die Hälfte der Streitfragen beschäftigten sich mit Personalvertretung, Gehälter, Entlassungen oder Urlaubsproblemen. «Man muss die Rentabilität mit der menschlichen Dimension in Einklang bringen», sagt Boly. Ein Ansatz, der sich wie ein roter Faden durch die Arbeit seiner Teams zieht. Zumal die Zahl der Beschwerden im Zusammenhang mit psychischen Gesundheitsproblemen ständig zunehme, wie er sagt.

Größter Teil der Bußgelder im Bausektor

Im Jahr 2019 bearbeitete das ITM insgesamt 260.580 Beschwerden. Das sind fast 100.000 mehr als im Jahr 2017. «Die Zahl der Inspektoren hat sich daher seit 2016 fast verdoppelt», erinnert sogar Arbeitsminister Dan Kersch. So wurden beispielsweise 991 Inspektionen auf Baustellen durchgeführt, was zu vier Bußgeldern in Höhe von insgesamt 100.000 Euro und 211 Auflagen zur Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften führte.

Aber es war die Tätigkeit der nach Luxemburg entsandten Arbeitnehmer, die im vergangenen Jahr besondere Aufmerksamkeit erregte: Im Jahr 2019 wurden 140.561 Mitarbeiter aus anderen Ländern für Einsätze im Großherzogtum abgeordnet, darunter 850.696 allein für den Bausektor. Das ITM führte hier 3637 Kontrollen durch und verhängte 980 Bußgelder in Höhe von 4,2 Millionen Euro. Ein überwiegender Teil der Jahresbilanz.

(nc/L'essentiel)

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