In Luxemburg – Gewerkschaften wollen Arbeitszeit verkürzen

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In LuxemburgGewerkschaften wollen Arbeitszeit verkürzen

LUXEMBURG – Die nächste Sitzung der Tripartite wird sich um die Arbeitszeiten drehen. Die Gewerkschaften wollen eine sechste Woche Urlaub durchsetzen.

Die Gewerkschaften wollen die Arbeitsbedingungen nicht nur im Handel verbessern.

Die Gewerkschaften wollen die Arbeitsbedingungen nicht nur im Handel verbessern.

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Sei es die Arbeitswoche zu verkürzen, sei es eine Woche mehr Urlaub – die beiden großen Gewerkschaften haben jeweils ihre eigenen Ideen, damit Arbeitnehmer mehr Freizeit haben. «In den vergangenen Jahrzehnten ist es sehr schwierig geworden, soziale Fortschritte für Angestellte zu erreichen. Aber das sollte uns nicht vom Kämpfen abhalten. So war es auch, als die deutschen Gewerkschaften den Acht-Stunden-Tag erreicht haben», sagt Nico Clement, Vorstandsmitglied der OGBL.

Einer sechste Woche bezahlter Urlaub ist nach Ansicht der Gewerkschaft «nicht so extravagant». In einigen Branchen wird sie bereits durch einen Tarifvertrag gedeckt. «Wir wollen, dass sie auf der legislativen Ebene durchgesetzt wird», fährt er fort.

Durchsetzung von Forderungen braucht Zeit

Bei der LCGB, wo man sich mehr auf den gewerblichen Bereich konzentriert, sieht es ähnlich aus. «Der LCGB wird sich allen Änderungen zu Lasten der Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer oder Gehaltskürzungen widersetzen», teilt die Gewerkschaft mit. Im Fokus steht vor allem der Plan der Geschäfte, am Sonntag zu öffnen und die Öffnungszeiten weiter auszudehnen.

Diese Forderungen, wie die Implementierung eines Zeitsparkontos für Angestellte, sind nicht neu und werden bereits seit mehr als zehn Jahren gefordert. Drei Monate vor einem neuen Dreiertreffen zwischen den Partnern bereiten die Gewerkschaften das Terrain vor.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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