Firmen in Luxemburg – Gewinn verdreifacht dank Fit 4 Innovation

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Firmen in LuxemburgGewinn verdreifacht dank Fit 4 Innovation

LUXEMBURG – Seit zwei Jahren hilft Fit 4 Innovation kleinen und mittelgroßen Firmen. Zeit für eine erste Bilanz.

«Bevor wir Fit 4 Innovation beigetreten sind, wurde unser Betrieb eher handwerklich geführt», bekennt Henri Schumacher, stellvertretender Leiter der Konditorei Schumacher. Damals hatten sie wenig Analysemöglichkeiten und suchten nach Alternativen, ihre Verkaufszahlen zu verbessern. Mit Hilfe der Berater und der Nutzung von neuen Analysemethoden kann das Geschäft nun seine Ausgaben fast in Echtzeit prüfen sowie Produktion und Lieferdienst pro Verkaufsstelle verfeinern.

Das reduziert die Anzahl der unverkauften oder ausverkauften Produkte. Das Ergebnis: «40 Prozent mehr Umsatz und ein verdreifachter Gewinn». Das erlaubt die Eröffnung von vier weiteren Geschäften (insgesamt 16) und eine Investition von einer Million Euro für modernste Öfen. Und ein 13. Monatsgehalt für die am stärksten beteiligten Angestellten - deren Anzahl übrigens von 130 auf 180 angestiegen ist.

Die Bäckerei-Konditorei-Traiteur war diesen Freitag Gastgeber eines Treffens zwischen teilnehmenden und interessierten Firmen. Ein gute Gelegenheit für Luxinnovation, der nationalen Agentur für Innovation und Forschung, eine erste Bilanz des Programms, welches sie seit 2014 leiten, zu ziehen.

15 Million mehr Gewinn für Firmen

Fit 4 Innovation soll Firmen die Möglichkeit zu mehr Innovation geben sowie ihre Produktivität und ihre Organisation verbessern. Nach einer Phase der Beobachtung und Diagnose der «Probleme », werden die entsprechenden Ratschläge umgesetzt. Eine staatliche Finanzspritze hilft bei der Umsetzung. Die Hälfte der Kosten der ersten Phase werden übernommen, ein Viertel der zweiten.

Seit seiner Einführung 2014 hat Fit 4 Innovation 41 Diagnosen erstellt und 21 Projekte realisiert. Insgesamt haben die Firmen dadurch 15 Millionen Euro mehr verdient. Das Programm ist der vierte Teil der Hilfsaktionen für kleine und mittelgroße Unternehmen.

«Als Chef einer kleinen oder mittelgroßen Firma ist man oft mitten im Geschehen. Da bleibt nicht viel Zeit, um über Innovation oder Organisation nachzudenken. Deshalb ist eine Unterstützung so wichtig», sagt Francine Closener, Staatssekretärin für Wirtschaft.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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