In Luxemburg – Gibt es einen zweiten Trickbetrüger?

Publiziert

In LuxemburgGibt es einen zweiten Trickbetrüger?

LAUSANNE/LUXEMBURG – Ein Schweizer Staatsanwalt ist überzeugt, dass es nicht einen, sondern mehrere Trickbetrüger gibt, die quer durch Europa reisen, um Autofahrer auszunehmen.

Am 31. Oktober 2016 sprach ein gewisser irischer Mann, der sich selbst «John» nennt, in Signy, im schweizerischen Kanton Waadt, eine Mutter an, die gerade ihren Sohn ins Auto setzte. Zuvor versperrte er der Frau die Durchfahrt mit seinem eigenen Wagen. Danach erzählte der Mann, dass er mit seiner Tochter als Tourist in der Schweiz unterwegs wäre:

«Ich wurde ausgeraubt. Wir brauchen Geld, um zu essen und um nach Hause zurückkehren zu können», erklärte er nachdrücklich. Von diesem Unglück berührt, gab ihm die junge Frau 300 Francs. Dies reichte «John» jedoch nicht aus und so versuchte er bei einer weiteren Frau sein Glück. Diese gab dem Mann weitere 50 Francs, meldete diesen Vorfall danach allerdings der Polizei.

Vor den Beamten leugnete der Ire alle Vorwürfe. Dennoch wurde er wegen Bedrohung und Erpressung zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt. Diese hat er bislang nicht angetreten – er ist untergetaucht.

Trickbetrüger in Luxemburg

Das einem die Geschichte bekannt vorkommen mag, ist nicht von ungefähr. Bereits einige Male trieb ein Trickbetrüger, der sich selbst «John Moloney», «Peter McElroy» oder «Marc Kelly» nennt, auf diversen Parkplätzen sein Unwesen. Er wurde in Luxemburg im Oktober 2016 in der Gegend um Berchem, im Februar 2017 bei Wasserbillig und im November 2017 auf dem Match-Parkplatz in Nierderanven gesehen.

Auch wenn Taktik und Herkunft der Gauner ähnlich sind, ist sich der Staatsanwalt von La Côte im Schweizer Kanton Wallis sicher, dass der 35-jährige Ire, den er Ende November zu drei Monaten Haft verurteilt hat, und der Luxemburger Gauner nicht derselbe Mann sei. Demnach müsse es mehrere Trickbetrüger geben, die nach der gleichen Methode vorgehen.

(MC/L'essentiel)

Deine Meinung