«Falsche Verdächtigung» – Gina-Lisa zu Geldstrafe verurteilt

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«Falsche Verdächtigung»Gina-Lisa zu Geldstrafe verurteilt

Das Gericht hat sein Urteil gesprochen: Die ehemalige «GNTM»-Kandidatin Gina-Lisa Lohfink hat zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt.

Es war eines der aufsehenerregendsten Gerichtsverfahren dieses Jahres in Deutschland. Nun hat ein Gericht in Berlin geurteilt, dass sich Gina-Lisa der «falschen Verdächtigung» schuldig gemacht hat. Sie muss eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen à 250 Euro, heiße eine Gesamtsumme von 20.000 Euro bezahlen.

Sie habe zwei Männer zu Unrecht 2012 der Vergewaltigung bezichtigt und hat den Strafbefehl samt Geldstrafe nicht akzeptiert.

«Mein größter Wunsch wäre einfach ein Freispruch»

Bevor die 29-Jährige am vierten Verhandlungstag den Gerichtssaal betrat, sagte sie laut Bild.de: «Mein größter Wunsch wäre einfach ein Freispruch. Oder eine Einstellung, ok, damit gebe ich mich auch zufrieden. Und was halt gar nicht geht, wenn ich verurteilt werde, würden wir wieder in Berufung gehen. Und wenn es irgendwann nicht mehr geht, dann ja, dann hab ich schon gesagt, geh ich freiwillig in den Knast.» Zu dem erhofften Freispruch kam es für das Model am Montag, den 22. August jedoch nicht.

Lohfink machte geltend, dass sie im Juni 2012 mehrfach gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden sei. Wahrscheinlich habe sie in der besagten Nacht unter dem Einfluss von K.-o.-Tropfen gestanden, soll Lohfink laut Bild.de der Polizei zu Protokoll gegeben haben. Sie habe einen Filmriss erlitten.

Berufung möglich

Die Staatsanwältin Corinna Gögge war jedoch der Auffassung, dass die Geschichte der Vergewaltigung von Gina-Lisa «konstruiert» wurde. «Frau Lohfink ist nicht Opfer einer Sexualstraftat geworden», so Gögge laut Bild.de. Die ehemalige «Germany's Next Topmodel»-Kandidatin habe die Ermittler in die Irre geführt.

Laut Focus.de verließ Gina-Lisa Lohfink nach dem Schuldspruch fluchtartig das Gericht. Die 29-Jährige kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

(L'essentiel/mor)

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