Vierte Staffel – «Girls» oder «Sex and the City» in realistisch

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Vierte Staffel«Girls» oder «Sex and the City» in realistisch

Junge Frauen zwischen Alltag und Beziehungsdrama. In den USA wird die Serie «Girls» als «Kulturphänomen» gefeiert. Jetzt startet die vierte Staffel.

ARCHIV - HANDOUT - Szene der HBO-Fernsehserie "Girls" (undatierte Filmszene). In den USA wird die Serie als �Kulturph�nomen� gefeiert und auch in Deutschland hat sie schon treue Fans. Am 8. April 2015 startet die vierte Staffel. Foto: HBO/Home Box Office (zu dpa "Sex and the City' in realistisch: 'Girls' geht in die vierte Staffel" - ACHTUNG: Verwendung nur f�r redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung �ber die genannte Serie und bei Urheber-Nennung) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - HANDOUT - Szene der HBO-Fernsehserie "Girls" (undatierte Filmszene). In den USA wird die Serie als �Kulturph�nomen� gefeiert und auch in Deutschland hat sie schon treue Fans. Am 8. April 2015 startet die vierte Staffel. Foto: HBO/Home Box Office (zu dpa "Sex and the City' in realistisch: 'Girls' geht in die vierte Staffel" - ACHTUNG: Verwendung nur f�r redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung �ber die genannte Serie und bei Urheber-Nennung) +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Home box Office

Die Begeisterung hält an: Auch die vierte Staffel der Erfolgsserie «Girls» fuhr in den USA gute Quoten ein, eine fünfte hat der TV-Sender HBO schon bestellt. Als «Kulturphänomen» wird die Serie gefeiert und Erfinderin Lena Dunham als «Wunderkind». Am kommenden Mittwoch (8. April) gehen die Geschichten rund um vier junge Frauen im New Yorker Stadtteil Brooklyn zwischen Freundschaft, Beziehungsdramen und Alltagsproblemen auch in Deutschland in die vierte Runde. Immer Mittwochs um 20.15 Uhr sind die zehn neuen Folgen dann auf dem Bezahl-Sender TNT Glitz zu sehen. Die dritte Staffel war zuletzt auch im Free-TV bei ZDFneo gelaufen.

Auf den ersten Blick erinnert «Girls» stark an «Sex and the City»: Vier Freundinnen in New York mit Beziehungsproblemen und Alltagssorgen. Doch «Girls» ist völlig anders: Die vier Frauen sind jünger, haben weniger Geld, weniger Glamour und weniger Erfolg. Sie leben nicht in schicken Wohnungen in Manhattan, sondern in Bruchbuden im New Yorker Stadtteil Brooklyn, sie tragen keine schicken Manolo-Blahnik-Schuhe, sondern halten sich meist mit mehreren Jobs über Wasser. «In der Serie geht es um echte Freundschaft zwischen Frauen, auf die man in Krisenmomenten zurückfallen kann», sagte Darstellerin Zosia Mamet der Deutschen Presse-Agentur.

Serien-Erfinderin Dunham führte Regie

Und auch in der vierten Staffel bleiben die Krisen nicht aus: Die naiv-abenteuerlustige und egozentrische Neurotikerin Hannah (Dunham) zieht vorübergehend nach Iowa, um dort kreatives Schreiben zu studieren. «Hannah war schon immer eine Version von mir, die aufs College geht und sich nicht richtig dazu motivieren kann, irgendwas getan zu bekommen. Sie ist eine gute, aber unmotivierte Schriftstellerin», sagt Serien-Erfinderin Dunham. Die 28-Jährige führte auch erneut Regie - und bekam dafür Lob von Kollegin Jemima Kirke, die die Überlebenskünstlerin und Weltenbummlerin Jessa spielt: «Sie ist viel selbstbewusster als Regisseurin geworden.»

Die perfektionistische Marnie (Allison Williams) verliebt sich in der vierten Staffel in einen bereits vergebenen Mann. Außerdem will sie endlich den Durchbruch als Musikerin schaffen - ihre Stimme klingt dabei allerdings eher gewöhnungsbedürftig. «Ich will, dass die Leute erschaudern, wenn sie mich hören», erklärte Darstellerin Williams. «Es war komisch, in dieser Staffel Marnie zu spielen, weil sie zum ersten Mal weiß, was sie will. Sie will Sängerin werden und schmeißt sich da richtig rein. Die Frage bleibt aber: Wird sich die Musikindustrie für sie interessieren?»

Die naive und schüchterne Shoshanna (Zosia Mamet) schließlich hat endlich ihren Uni-Abschluss geschafft, aber die Job-Suche gestaltet sich schwierig. Mamet sorgt dabei wie gewohnt durch ihr schnelles Sprechen für zahlreiche Lacher. «Das war eine der ersten Regie-Anweisungen, die mir Lena während der ersten Staffel gegeben hat. Sie wollte, dass ich spreche, als ob ich gerade einen ganzen Kasten Energy Drink getrunken hätte», erklärt Mamet. Sie und die anderen drei Hauptdarstellerinnen sind inzwischen eng befreundet. «Wir sind eine Familie und lieben uns sehr. Es war eine außergewöhnliche Reise bislang, die niemand von uns erwartet hat, und die Tatsache, dass wir währenddessen immer zusammen waren, ist unbezahlbar.»

(L'essentiel/dpa)

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