Nach über 13 Jahren – Gladbach-Sportchef Eberl tritt unter Tränen zurück
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Nach über 13 JahrenGladbach-Sportchef Eberl tritt unter Tränen zurück

Bundesliga-Club Borussia Mönchengladbach verliert seinen Sportchef Max Eberl. Verantwortlich dafür ist weder sportliche Misere noch die Liebe.

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Max Eberl ist nicht mehr Sportchef von Borussia Mönchengladbach.

Max Eberl ist nicht mehr Sportchef von Borussia Mönchengladbach.

imago images/Sven Simon
Ex-TV-Moderatorin Sedrina Schaller arbeitete rund ein halbes Jahr im Teammanagement des Fußballclubs Borussia Mönchengladbach.

Ex-TV-Moderatorin Sedrina Schaller arbeitete rund ein halbes Jahr im Teammanagement des Fußballclubs Borussia Mönchengladbach.

Borussia Mönchengladbach
Im vergangenen Oktober war die Liebesbeziehung zu Gladbach-Manager Max Eberl (48) publik geworden.

Im vergangenen Oktober war die Liebesbeziehung zu Gladbach-Manager Max Eberl (48) publik geworden.

imago images/Martin Hoffmann

Max Eberl hört beim kriselnden Bundesliga-Club Borussia Mönchengladbach aus gesundheitlichen Gründen als Sportchef auf. Das teilten der Verein und der 48-Jährige, der den Posten seit 2008 inne hatte, am Freitag bei einer emotionalen Pressekonferenz im Borussia-Park mit.

«Es ist kein verletzter Stolz, kein Frust, kein nix. Rein die Person Max Eberl ist erschöpft und müde», sagte der 48-Jährige, der seit 1999 im Verein war und seit 2008 als Sportdirektor tätig: «Ich habe keine Kraft mehr, diesen Job so auszuüben, wie es der Verein benötigt», sagte Eberl unter Tränen.

«Der Club hat alles versucht, mich zu überzeugen. Er hat mir alle Türen geöffnet, alle Möglichkeiten gegeben, Zeit und Ruhe zu finden», sagte Eberl: «Aber ich muss einen Schlussstrich finden. Ich muss raus. Ich muss auf den Menschen aufpassen. Es ist die höchste Verantwortung, die ich habe, auf meine Gesundheit zu achten.» Er könne angesichts der sportlichen Krise «die Menschen verstehen, die sagen, wie kann er jetzt gehen. Aber es geht nicht um Fußball, es geht um mich.»

Liebe zu Ex-Moderatorin kein Grund

Gleichzeitig sei er «ein ganz gutes Beispiel dafür, was auf der Welt passiert», sagte Eberl mit Blick auf die Gerüchte, die seit dem Vorabend aufgekommen waren: «Was in 24 Stunden gemacht wird, was gesprochen wird und spekuliert wird, das ist das, was mich krank macht», sagte Eberl: «Ich beende was, was mir sehr viel Freude und Spaß bereitet hat, weil Fußball mein Leben ist, meine Freude. Viele Dinge drumherum sind nicht mehr meine Freude und mein Spaß.»

Die verkorkste bisherige Saison, vorläufig gekrönt vom peinlichen Pokal-Aus gegen den Zweitligisten Hannover 96 und den schon feststehenden Abgängen zweier wichtiger Spieler im Sommer, lässt Eberl an seiner Wirkung zweifeln. Und andere wohl an ihm. Der neue Trainer, Ex-YB-Coach Adi Hütter, der für acht Millionen Euro von Eintracht Frankfurt geholt wurde, zündete bisher nicht. Der Kaderumbau erntete Kritik.

Die «Bild» hatte zuvor über gleich mehrere Gründe für den Abgang von Eberl spekuliert. Neben dem sportlichen Absturz soll auch die Liebe mitverantwortlich für den Rücktritt sein. Im Mai hatte die ehemalige TV-Moderatorin Sedrina Schaller (33) bei Gladbach als Team-Managerin anheuert.  Nach nur etwas mehr als einem halben Jahr trennten sich die Wege schon wieder. Kurz zuvor war die gemeinsame Beziehung zwischen Schaller und Eberl öffentlich geworden.  «Auch die Liebe ist nicht der Grund für meinen Rücktritt», erklärte Eberl am Freitag.

(L'essentiel/law/dpa)

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