Nicht tot, er meditiert nur – Gläubige bewahren toten Guru in Gefriertruhe auf

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Nicht tot, er meditiert nurGläubige bewahren toten Guru in Gefriertruhe auf

Die indischen Behörden haben Ashutosh Maharaj im Januar für tot erklärt. Doch die Anhänger des Gurus rechnen fest mit seiner Rückkehr ins Leben – und halten ihr Idol tiefgekühlt.

Im nordindischen Bundesstaat Punjab wachen Mitglieder eines Meditationszentrums, eines sogenannten Ashrams, seit sechs Wochen über eine Tiefkühltruhe. Darin befindet sich der aufgebahrte Körper ihres Gurus Ashutosh Maharaj, der am 29. Januar verstorben ist. Seine Anhänger glauben jedoch an die Auferstehung ihrer Leitfigur.

Ein Ashram-Sprecher betonte, der Guru sei nicht tot, sondern befinde sich nur in einem Zustand des «Samadhi», der höchsten Stufe der Meditation, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Seine Anhänger würden nun darauf warten, dass der Guru seine Meditation beende, um wieder die Führung der Gläubigen zu übernehmen. «Maharaj sendet über meditierende Anhänger weiterhin Botschaften, dass wir seinen Körper bis zu seiner Rückkehr schützen sollen», erklärte der Sprecher.

Millionen Anhänger in der ganzen Welt

Die Behörden scheinen sich nicht an der unkonventionellen Aufbahrung zu stören. Ein Gericht ließ Anhängern von Maharaj freie Hand zum Umgang mit dessen Leichnam.

Seiner Website zufolge hatte Maharaj seinen Ashram 1983 gegründet. Demnach soll seine «Mission zur Erweckung des göttlichen Lichts» Millionen von Anhängern in der ganzen Welt haben.

(L'essentiel/kko/afp)

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