Problematische Schlüssel – GM ruft weitere 3,4 Millionen Autos zurück

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Problematische SchlüsselGM ruft weitere 3,4 Millionen Autos zurück

In einer beispiellosen Serie hat der amerikanische Autoproduzent General Motors bisher 15,8 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen.

Mary Barra, CEO des US-Autoherstellers General Motors (GM).

Mary Barra, CEO des US-Autoherstellers General Motors (GM).

AFP

Der US-Autobauer General Motors ruft 3,4 Millionen weitere Autos zurück – diesmal wegen problematischer Schlüssel. Das teilte GM am Montag in Detroit mit. Bereits zuvor hat das Unternehmen Millionen von Autos wegen defekter Zündschlösser in die Werkstätten geordert.

Noch vor kurzem hatte Konzernchefin Mary Barra auf der Jahreshauptversammlung des Konzerns vergangene Woche gesagt, es seien keine weiteren ernsten Probleme zu erwarten. In einer beispiellosen Serie rief GM bisher insgesamt 15,8 Millionen Fahrzeuge wegen der defekten Zündschlösser und anderer Probleme zurück.

Mindestens 13 tödliche Unfälle werden mit den fehlerhaften Zündschlössern in Kleinwagen in Verbindung gebracht. Bisher hatte GM wegen des Problems bereits 2,6 Millionen ältere und kleinere Modelle zurückgerufen. Nun sollen bei größeren Modellen der Baujahre 2000 bis 2014 die Zündschlösser ausgewechselt werden. Im Unterschied zu den Kleinwagen liege das Problem am Design der Schlüssel, nicht am Schloss, erklärte GM.

Die defekten Zündschlösser können dazu führen, dass Motoren ausgehen, Airbags nicht mehr funktionieren oder das Steuer sich nicht mehr kontrollieren lässt. Bei den größeren Modellen habe es deshalb acht, GM bekannte Verkehrsunfälle und sechs Verletzte gegeben, hieß es. Der Autobauer geriet unter öffentlichen Druck, weil er jahrelang von dem Problem wusste, es aber nicht an die zuständige Verkehrsbehörde meldete.

Wegen des Zündschloss-Problems trennte sich GM mittlerweile von 15 Beschäftigten, denen Versäumnisse vorgehalten werden. Fünf weitere Angestellte wurden gemaßregelt. Den Hinterbliebenen der Unfallopfer will GM eine Entschädigung zahlen.

Neben den 3,2 Millionen Autos beorderte GM am Montag weitere 166'000 Wagen wegen anderer Probleme in die Werkstätten. Für das zweite Quartal rechnet GM mit Kosten aus den Rückrufaktionen von 700 Millionen Dollar (etwa 517 Millionen Euro).

(L'essentiel/sda)

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