Zahlen bestätigt: Golf-Superstar Tiger Woods lehnt 770 Millionen Euro von den Saudis ab

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Zahlen bestätigtGolf-Superstar Tiger Woods lehnt 770 Millionen Euro von den Saudis ab

In der Golf-Welt drängt eine neue Tour auf den Markt. Die von Saudi-Arabien finanzierte LIV-Tour wirft mit Geld um sich und lockt die Superstars der Sportart mit unfassbaren Summen.

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Tiger Woods kann lachen.

Tiger Woods kann lachen.

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Auch wenn er auf sehr viel Geld verzichtet hat.

Auch wenn er auf sehr viel Geld verzichtet hat.

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So hat er ein Angebot zwischen 670 und 770 Millionen Euro der umstrittenen LIV Golf Invitational Series abgelehnt.

So hat er ein Angebot zwischen 670 und 770 Millionen Euro der umstrittenen LIV Golf Invitational Series abgelehnt.

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Golf-Superstar Tiger Woods hat ein Angebot zwischen 670 und 770 Millionen Euro der umstrittenen LIV Golf Invitational Series abgelehnt. «Ja, diese Zahl war im Umlauf und liegt irgendwo in dieser Gegend», bestätigte Tour-Chef Greg Norman bei Fox News. «Tiger ist ein Nadelöhr. Natürlich muss man sich die Besten der Besten ansehen. Sie hatten sich ursprünglich an Tiger gewandt, bevor ich CEO wurde.»

Zuvor war in den Medien von einem «hohen neunstelligen Betrag» die Rede gewesen, sollte der 15-malige Major-Sieger die PGA Tour verlassen und wie andere Top-Golfer zu der von Saudi-Arabien unterstützten Tour wechseln.

Viele Millionen locken

Die neue Golf-Serie lockt die Profis mit weniger und kürzeren Turnieren sowie sehr hohen Preisgeldern. So wird bei jedem einzelnen LIV-Turnier ein Preisgeld von insgesamt 24 Millionen Euro ausgeschüttet. Und beim letzten Turnier, das Ende Oktober in Miami im Trump National Doral stattfindet, ist die Preissumme noch größer: Dann kämpfen die Spieler um gesamthaft etwa 76 Millionen Euro. Fünf Wettkämpfe sind in den USA, einer je in Saudi-Arabien, Thailand und Großbritannien. Die drei besten Spieler der Jahreswertung teilen sich am Ende dann noch rund 29 Millionen Euro (18 Millionen für Platz eins, acht für zwei, vier für drei).

Das unfassbar viele Geld stammt aus dem Staatsfonds von Saudi-Arabien. Und genau deshalb steht die Tour auch scharf in der Kritik. Hintergrund ist, dass das wegen Menschenrechtsverletzungen kritisierte Land mit lukrativen Sportveranstaltungen versucht, sein Ansehen aufzubessern. Da ist Golf nur ein weiteres Puzzle-Stück. Zuvor investierte das Land bereits in den Fußball (Newcastle United) und holte den Formel-1-Zirkus ins Land.

Trump ist begeistert

Der 46-jährige Woods hatte sich bereits im Mai klar zur PGA Tour bekannt und einen Wechsel kategorisch ausgeschlossen. Zugleich kritisierte er die «abtrünnigen» Spieler. Unter anderen spielen Phil Mickelson, Dustin Johnson und Bryson DeChambeau in der neuen Serie, sie wurden von PGA-Turnieren ausgeschlossen. Laut mehreren englischen Medienberichten soll Mickelson allein für seinen Wechsel einen Bonus von rund 191 Millionen Euro erhalten haben, bei Johnson sollen es etwa 143 Millionen Euro gewesen sein.

Norman versteht die Kritik derweil nicht. Er sagte zuletzt: «Ich glaube, die PGA Tour hat etwa 27 Sponsoren, die in Saudi-Arabien jährlich Geschäfte im Wert von über 40 Milliarden Euro machen.» Und auch der ehemalige US-Präsident Donald Trump lobte die neue Golf-Tour: «Jetzt haben die Spieler eine Alternative und niemand hätte je gedacht, dass es einen solchen Goldrausch geben würde.»

(nih/dpa)

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