Globale Lösung – Gramegna für internationale Unternehmenssteuer
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Globale LösungGramegna für internationale Unternehmenssteuer

LUXEMBURG – Finanzminister Pierre Gramegna glaubt, dass eine internationale Regelung der Unternehmensbesteuerung zu begrüßen wäre.

Luxemburg spricht sich für einen Mindeststeuersatz für Unternehmen auf globaler Ebene aus. «Diese Idee, die seit mehreren Jahren debattiert wird, könnte Steuerdumping verhindern», erklärt Finanzminister Pierre Gramegna (DP) auf RTL und auf Bloomberg. Er warb sogar für eine Lösung «im Interesse der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten», die «etwas Ruhe» in diese Diskussionen bringen würde.

Die Befürworter der Reform, die vom US-Finanzministerium präsentiert, vom IWF unterstützt und von Ländern wie Frankreich und Deutschland begrüßt wird, hoffen, dass sie bei einem Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbänker am 9. und 10. Juli bestätigt wird. Pierre Gramegna zeigte sich erfreut, dass US-Präsident Joe Biden einen «multilateralen» Ansatz gewählt hat.

Luxemburg würde mit der Einführung der Mindestbesteuerung nicht an Attraktivität verlieren, so André Bauler (DP), Vorsitzender des Finanzausschusses des Parlaments. Er sagte, dass das Land «andere Vorteile hat, wie Wissen, Wettbewerbsfähigkeit und Know-how. Es hat seine Innovationsfähigkeit unter Beweis gestellt». Bauler betonte, dass «die derzeitige luxemburgische Unternehmensbesteuerung von rund 26 Prozent dem Durchschnitt der OECD-Länder entspricht».

(jg/L'essentiel)

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