«CO2-Affäre» – Greenpeace-Manager will auf Flüge verzichten

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«CO2-Affäre»Greenpeace-Manager will auf Flüge verzichten

LUXEMBURG - Pascal Husting, Manager bei Greenpeace International, geriet wegen seiner Flugreisen unter Druck. Nun zieht er die Konsequenzen aus der Affäre.

Greenpeace setzte sich wegen steigender CO2-Emissionen im Luftverkehr u.a. gegen eine dritte Piste am Flughafen London-Heathrow ein. Ihrem eigenen Manager gewährte die Umweltorganisation aber regelmäßige Flüge auf der Kurzstrecke Amsterdam-Luxemburg.

Greenpeace setzte sich wegen steigender CO2-Emissionen im Luftverkehr u.a. gegen eine dritte Piste am Flughafen London-Heathrow ein. Ihrem eigenen Manager gewährte die Umweltorganisation aber regelmäßige Flüge auf der Kurzstrecke Amsterdam-Luxemburg.

DPA

Es ist eine peinliche Affäre für Greenpeace: Während die Umweltorganisation für eine Senkung des CO2-Emissionen im weltweiten Flugverkehr kämpft, gewährt sie ausgerechnet einen ihrer führenden Manager, dem Luxemburger Pascal Husting, regelmäßig zwischen seinem Wohnort in Luxemburg und dem Firmensitz in Amsterdam hin- und herzufliegen. Nach zum Teil heftiger Kritik rudert der internationale Programmdirektor von Greenpeace nun zurück.

Wie Greenpeace Luxemburg in einer Aussendung erklärt, habe es sich bei der Reisevereinbarung um eine «temporäre Ausnahmeregelung zwischen Pascal Husting und Greenpeace International» gehandelt. Diese erlaubte dem früheren Leiter des Greenpeace-Büros in Frankreich, gleichzeitig seiner leitenden Tätigkeit in Amsterdam nachzukommen als auch Zeit mit seiner jungen Familie in Luxemburg verbringen zu können. Daher habe man Husting ausnahmsweise genehmigt, die intern gültige Regel - die keine Kurzflüge erlaubt - zu umgehen.

Husting verzichtet auf Flüge

«Obwohl jeder nachvollziehen kann, wie schwierig es ist, eine internationale Führungsposition mit dem Familienleben zu kombinieren, bitte ich alle unsere Unterstützer um Verständnis», sagt die Direktorin von Greenpeace Luxemburg, Marieke Kremers. Husting habe sich bereits über ausländische Medien entschuldigt und werde künftig auf Flüge zwischen Amsterdam und Luxemburg verzichten, so Kremers.

Nach Recherchen der britischen Zeitung Telegraph soll Husting seit seinem Arbeitsantritt vor zwei Jahren Emissionen von 7,4 Tonnen Kohlendioxid durch sein Pendeln verursacht haben. Gleichzeitig lancierte die Umweltorganisation Kampagnen, um den weltweiten Flugverkehr wegen der negativen Folgen für den Klimawandel einzuschränken.

(L'essentiel/jt)

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