Steuerreform – Grenzgänger-Besteuerung sorgt für weiteren Wirbel
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SteuerreformGrenzgänger-Besteuerung sorgt für weiteren Wirbel

LUXEMBURG – Die Regierung behauptet, dass die Steuerreform mehr Gerechtigkeit zwischen Anwohnern und Grenzgängern herstellt. Die OGBL verlangt nach einer Erklärung.

Premierminister Xavier Bettel verteidigt die Steuerreform.

Premierminister Xavier Bettel verteidigt die Steuerreform.

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Der L’essentiel-Artikel über die Ungleichbehandlung von Grenzgängern nach der Steuerreform vom vergangenen Donnerstag sorgt für Aufruhr in der Politik. Denn die Gesetzesänderungen, die Anfang 2018 in Kraft treten sollen, werden nicht überall begrüßt. Die Gewerkschaft LCGB befürchtet, dass vor allem verheiratete Grenzgänger stark benachteiligt werden.

Am Mittwochnachmittag hat Premierminister Xavier Bettel (DP) die Reform verteidigt. Seiner Meinung nach bügele sie Ungerechtigkeiten aus. «Wir haben jetzt ein System, in dem der Staat nicht weiß, ob diejenigen, die auf der anderen Seite der Grenze leben, verheiratet sind oder nicht und wie viel der Partner verdient», sagt der Regierungschef. «Es wäre nur fair, wenn Anwohner und Grenzgänger auf die gleiche Weise besteuert werden.»

Der Gewerkschaftsbund OGBL hat für eine Dringlichkeitssitzung beim Finanzministerium angefragt und verlangt nach Erklärungen. Die OGBL geht davon aus, dass derzeit «eine Unsicherheit über die zukünftige Aufteilung der Grenzgänger in den verschiedenen Steuerklassen», herrsche. Die Gewerkschaft wird nach Analyse des Gesetzestexts entscheiden und eine Antwort liefern.

(jg/L'essentiel)

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