Quarantäne-Hotels – Großbritannien kämpft gegen sexuelle Übergriffe

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Quarantäne-HotelsGroßbritannien kämpft gegen sexuelle Übergriffe

Das britische Gesundheitsministerium will mit neuen Regeln verhindern, dass es sexuelle Übergriffe auf Frauen in Quarantäne-Hotels gibt. Eine Betroffene kritisiert den Plan.

Das britische Gesundheitsministerium will Frauen in Quarantäne-Hotels weibliche Wachen zur Seite stellen, um sie besser zu schützen. Ist die Begleitung durch eine weibliche Wache nicht möglich, sollen zwei männliche Wachen die alleinreisenden Frauen begleiten. Großbritannien reagiert damit laut BBC auf sexuelle Übergriffe. Der Sender berichtete mehrmals über männliche Wachen, die Frauen sexuell belästigten.

1750 Pfund für zehn Tage Quarantäne

Eine Betroffene kritisierte die Änderung im Gespräch mit BBC. Eine Begleitung durch zwei männliche Wachen erhöhe das Risiko von Übergriffen. Eine Gruppe von männlichen Sicherheitsmitarbeitern habe in ihrem Quarantäne-Hotel beobachtet, wie jemand sie belästigt habe und sei nicht eingeschritten.

Großbritannien schreibt bei Einreise aus Ländern auf der sogenannten «roten Liste» eine zehntägige Quarantäne im Hotel auf eigene Kosten vor. Diese kostet rund 1750 Pfund pro Person. Auf der Liste stehen vor allem Länder, in denen sich gefährliche Varianten des Coronavirus ausbreiten.

(L'essentiel/DPA/mur)

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