Bericht von Ombudsfra – Große Fortschritte in Luxemburger Gefängnissen

Publiziert

Bericht von OmbudsfraGroße Fortschritte in Luxemburger Gefängnissen

LUXEMBURG - Ombudsfra Lydie Err hat am Dienstag zwei Berichte zum Zustand in Luxemburger Gefängnissen veröffentlicht. Trotz Zufriedenheit sind noch einige Probleme vorhanden.

Lydie Err ist erfreut über die großen Fortschritte in Luxemburger Gefängnissen. Trotzdem müssen noch einige Sachen verbessert werden.

Lydie Err ist erfreut über die großen Fortschritte in Luxemburger Gefängnissen. Trotzdem müssen noch einige Sachen verbessert werden.

Editpress

«Seit der Veröffentlichung des letzten Dokuments im Jahr 2010 haben sich die Verhältnisse in den Luxemburger Gefängnissen wesentlich verbessert», meint Lydie Err in ihrem Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Err zeigt sich erfreut über die Umsetzung des Gesetzesprojekts 6382, das verhindert dass jugendliche Straftäter in das Gefängnis in Schrassig eingeliefert werden. Das war ein Hauptkritikpunkt des kritischen Berichts 2010.Da aber derzeit noch kein offizielles Dokument zu den Sicherheitsmaßnahmen in der Jugendstrafanstalt in Dreiborn vorliegen, möchte sie jedoch vorerst keine voreiligen Schlüsse ziehen. Im Bereich der medizinischen, sozialen und hygienischen Bereiche erwartet die Ombudsfra hier Fortschritte: Gesundheitsschädliche Duschen, die mangelnde Integration von Kurzzeit-Insassen in Gesundheitsprogramme sowie die hygienische Betreuung lassen noch zu wünschen übrig.

Err fordert Norm für Zelleneinrichtung

Zudem fordert Lydie Err, wie schon im Bericht von 2010, dass «Gefängnisinterne Vorschriften bezüglich der Zelleneinrichtung» getroffen werden. Raumgröße, Luftvolumen, Beleuchtung, Heizung, Luftzufuhr sowie Fenstergröße sollen in dieser internen Regelung festgehalten werden.

Das in 2011 eröffnete «Centre de rétention» erhält insgesamt gute Noten von der Ombudsfra. Zu kleine Zimmer und ein Mangel an medizinischem Pflegepersonal sind die noch zu verbessernden Kritikpunkte.
Die Sauberkeit der Räumlichkeiten und das menschliche Miteinander zwischen Personal und den Flüchtlingen begrüßt Err jedoch mit Freude.

(CC/ fr/ L' essentiel)

Deine Meinung