Pipelinebruch: Große Mengen Rohöl versickern in Libyen in der Wüste
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PipelinebruchGroße Mengen Rohöl versickern in Libyen in der Wüste

Arbeiter versuchten das Leck abzudichten, über das nach Schätzungen der Betreibergesellschaft Arabian Gulf Oil Company täglich etwa 22.000 Barrel Rohöl verloren gehen

Tadrart Acacus

In der libyschen Wüste kam es zu einem Leck an einer Öl-Pipeline. (Symboldbild)

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Bei einem Pipelinebruch in Libyen sind Tausende Barrel Öl in der Wüste versickert. Arbeiter versuchten das Leck abzudichten, über das nach Schätzungen der Betreibergesellschaft Arabian Gulf Oil Company täglich etwa 22.000 Barrel Rohöl verloren gehen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Das Leck entstand den Angaben zufolge am Dienstag. Das Unternehmen mit Sitz in Bengasi ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen National Oil Corporation. Es machte mangelnde Wartung für das Leck verantwortlich.

Der Schaden an der Landpipeline, die das Sarir-Ölfeld mit dem Tobruk-Terminal am Mittelmeer verbindet, ist der jüngste Schlag für die angeschlagene Ölindustrie des tief gespaltenen Landes. Wichtige Ölanlagen einschließlich des größten Ölfeldes sind vor dem Hintergrund einer politischen Sackgasse und des drohenden Szenarios einer Rückkehr der Gewalt in Libyen noch immer geschlossen.

Das Rohöl spielt seit langem im Bürgerkrieg des nordafrikanischen Landes eine Rolle. Rivalisierende Milizen und ausländische Mächte ringen um die Kontrolle über die größten Ölreserven Afrikas. Libyen wird seit dem Sturz und Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 immer wieder von Konflikten und Kämpfen zerrissen.

(AP)

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