Trier: Große Römerausstellung in Trier nimmt Formen an

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TrierGroße Römerausstellung in Trier nimmt Formen an

Rund zwei Wochen vor dem Start der Sonderausstellung über den Untergang des Römisches Reiches treffen in Trier immer mehr internationale Leihgaben ein.

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Ein Schauspieler mimt den letzten Römer Triers in der Porta Nigra.

Wikicommons/Heribert Pohl

Rund zwei Wochen vor dem Start der Sonderausstellung über den Untergang des Römisches Reiches treffen in Trier immer mehr internationale Leihgaben ein. Am Freitag wurde ein Marmor-Kopf einer Aphrodite aus dem Archäologischen Nationalmuseum Athen (Griechenland) im Rheinischen Landesmuseum Trier aus der Transportkiste geholt und aufgestellt. «Dieser Kopf hat etwas ganz Besonderes», sagte Museumsdirektor Marcus Reuter. «Er ist in der Spätantike verändert worden. Er hat ein christliches Kreuz eingemeißelt bekommen.»

In den nächsten Tagen werden sich im Landesmuseum die Kuriere die Klinke in die Hand geben. Für die laut Organisatoren einmalige Schau kommen insgesamt rund 700 Exponate von 130 Museen aus 20 Ländern zusammen. Unter anderem werden Exponate erwartet aus dem Louvre in Paris, dem British Museum in London und den Vatikanischen Museen in Rom. Die Landesausstellung «Der Untergang des Römischen Reiches» wird vom 25. Juni bis 27. November in drei Trierer Museen zu sehen sein.

Die Ausstellung wird über fünf Monate besuchbar sein.

Die Ausstellung wird über fünf Monate besuchbar sein.

Screenshot/landesmuseum-trier.de

Im Rheinischen Landesmuseum als Hauptstandort der Schau sei bereits rund ein Viertel der Exponate angeliefert worden, sagte eine Sprecherin. Rund 100 stammten aus dem eigenen Bestand und aus dem der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Auch an den beiden anderen Standorten der Ausstellung, dem Stadtmuseum Simeonstift Trier und dem Museum am Dom, gehen die Aufbauarbeiten voran.

Ausstellung widmet sich der Frage, warum das Römische Reich unterging

Das Landesmuseum nimmt den Untergang der Römer historisch in den Blick. Die christliche Sicht übernimmt das Museum am Dom, die kulturhistorische Perspektive das Stadtmuseum Simeonstift Trier. Neben dem Land Rheinland-Pfalz sind die Stadt Trier und das Bistum Trier an der Schau beteiligt.

Die Ausstellung geht einem großen Rätsel der Weltgeschichte nach: Warum ist das Römische Reich, das kulturell so hoch entwickelt war, untergegangen? Nach Angaben der Macher ist es das erste Mal, dass dieser Frage in einer Ausstellung nachgegangen wird. Das Budget beläuft sich auf mehr als fünf Millionen Euro, das Land ist mit 3,7 Millionen Euro dabei. Insgesamt wird mit mindestens 100.000 Besuchern gerechnet. Trier gilt als älteste Stadt Deutschlands und war einst größte Römermetropole nördlich der Alpen.

(DPA)

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