Zugunglück in Luxemburg – Große Trauer um getöteten Lokführer

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Zugunglück in LuxemburgGroße Trauer um getöteten Lokführer

LUXEMBURG - Schmerz und Fassungslosigkeit: 150 Menschen gedachten bei einem bewegenden Trauermarsch des Todesopfers vom gestrigen Zugunglück.

15022017, Luxembourg-Gare, Gare de Luxembourg, Manifestation d'hommage au conducteur Manuel Morales décédé dans la collision de deux trains le 14 février 2017 au Luxembourg, Photo Fabrizio Pizzolante

15022017, Luxembourg-Gare, Gare de Luxembourg, Manifestation d'hommage au conducteur Manuel Morales décédé dans la collision de deux trains le 14 février 2017 au Luxembourg, Photo Fabrizio Pizzolante

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Die Fassungslosigkeit stand den 150 Menschen auf dem Hauptbahnhof Luxemburg ins Gesicht geschrieben. Sie gedachten bei einem bewegenden Trauermarsch dem CFL-Lokführer, der am Dienstag bei einem Bahnunglück im Süden Luxemburgs sein Leben lassen musste.

Die Trauernden, darunter viele Angestellte der CFL und eines Subunternehmens, versammelten sich um 8.30 Uhr für eine gemeinsame Schweigeminute in der Ankunftshalle des Bahnhofs. Viele trugen Kerzen in den Händen. Anschließend bewegte sich der Trauerzug geschlossen zu jenem Bahnsteig, von dem der Lokführer am Dienstag zum letzten Mal losgefahren war. Dort stand ein Porträtbild des 43-jährigen CFL-Mitarbeiters. Seine Kollegen stellten rundherum ihre Kerzen ab. Ein bewegender Moment, der keine Worte benötigte. Nur die Lautsprecherdurchsagen durchbrachen die stille Andacht auf dem Quai 4.

«Habe Manuel beim Einsteigen gesehen»

«Es ist ein sehr trauriger Moment. Wir denken an den Mann und seine Familie», sagt Issa, Miarbeiterin des CFL-Reinigungspersonals, die den Lokführer vom Sehen kannte. «Man spürt, dass eine große Solidarität unter den Kollegen herrscht.»

Ähnlich ging es Daniel, der in 18 Jahren Dienst schon das zweite Mal eine solche Tragödie erleben muss. «Es war wichtig, hier zu sein, aber es ist auch ein merkwürdiges Gefühl. Ich habe Manuel am Dienstag gesehen, bevor er in den Zug eingestiegen ist. Es waren die letzten Minuten seines Lebens.»

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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