Steuern für Grenzgänger – Große Unterschiede von Land zu Land

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Steuern für GrenzgängerGroße Unterschiede von Land zu Land

LUXEMBURG - PwC Luxemburg hat eine Debatte organisiert, um die Besteuerung von Grenzgängern zu diskutieren. Denn von Land zu Land ist die Praxis unterschiedlich.

Die Steuergesetze für Grenzgänger sind in Luxemburgs Nachbarländern unterschiedlich.

Die Steuergesetze für Grenzgänger sind in Luxemburgs Nachbarländern unterschiedlich.

AFP

Vor kurzem berichtete L'essentiel, dass Hunderte belgischer Grenzgänger für den belgischen Fiskus nachweisen müssen, dass sie wirklich in Luxemburg arbeiten. Diese Episode zeigt genau, welche Herausforderungen luxemburgische Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Bezug auf grenzüberschreitende Beschäftigung bewältigen müssen - besonders angesichts der Unterschiede bei den Steuerbehörden der vier betroffenen Länder: Luxemburg, Belgien, Frankreich und Deutschland. Zu diesem Anlass hat das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC einen runden Tisch abgehalten, an dem mehr als zwanzig Personalmanager und luxemburgische Arbeitgeber teilnahmen.

Frankreich, Belgien und Deutschland haben jeweils ein bilaterales Abkommen, um Doppelbesteuerung von Angestellten zu vermeiden. Wenn die Arbeit auch physisch in Luxemburg verrichtet wird, werden die Einkünfte im Wohnsitzstaat versteuert. Kompliziert wird es, wenn Arbeitnehmer in Luxemburg angestellt sind, aber außerhalb des Landes arbeiten, wie beispielsweise bei Geschäftsreisen oder mit Home-Office.

Vereinbarung mit Deutschland

Das Abkommen mit Deutschland sieht beispielsweise eine Toleranz von 19 Tagen in Drittländern vor. In Frankreich hat sich derweil der Rahmen für die Steuererklärung von Grenzgängern verändert - die Gesetze wurden vereinfacht. In Belgien müssen Grenzgänger wie erwähnt jeden Arbeitstag in Luxemburg beweisen. Wie das geschehen soll, ist jedoch nicht genau festgelegt. «Die Arbeitgeber müssen eine Rolle bei der Unterstützung ihrer Mitarbeiter bei der Verwaltung spielen», sagte Michiel Roumieux, Leiter des Ressorts Personalsteuern bei PwC Luxemburg.

Diese Summe von Ertragsteuern und Sozialbeiträgen, die von Land zu Land so stark variieren, zwingen die Personalabteilungen der in Luxemburg ansässigen Unternehmen in einem echten Spagat.

(fru/L'essentiel)

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