Arbeit in Luxemburg – Großherzogtum tut sich schwer bei «Home Office»

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Arbeit in LuxemburgGroßherzogtum tut sich schwer bei «Home Office»

LUXEMBURG – Es könnte eine wirksame Waffe gegen das Verkehrschaos im Land sein. Dazu müssten aber erst viele Vereinbarungen mit den Nachbarländern getroffen werden.

Telearbeit könnte viele Probleme im Großherzogtum lösen.

Telearbeit könnte viele Probleme im Großherzogtum lösen.

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Es steht schwarz auf weiß auf der Informationsseite der luxemburgischen Regierung: «Alle Arbeitnehmer von privatrechtlichen luxemburgischen Unternehmen, die auf Basis eines befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrags beschäftigt sind», können im Rahmen eines Telearbeitsplatzes auch von zu Hause arbeiten. Dabei ist ein Arbeitnehmer über ein Netzwerk mit seinem Arbeitgeber verbunden und kann auf alle wichtigen Dokumente und Programme zugreifen. Aber was auf dem Papier so einfach aussieht, ist in der Praxis nicht so problemlos umsetzbar, vor allem nicht für Grenzgänger.

In Deutschland darf ein Grenzgänger zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in Luxemburg und seinem Wohnsitzland lediglich 19 Tage von zu Hause aus arbeiten. Französische Grenzgänger haben das Recht, zumindest 29 Tage im Jahr Telearbeit zu nutzen. «Dies wurde im März dieses Jahres im Rahmen des bilateralen Abkommens angekündigt», so heißt es aus dem luxemburgischen Finanzministerium. Abgesegnet ist die Regelung aber noch nicht. «In beiden Ländern wurden Ratifizierungsverfahren eingeleitet, das Abkommen wird voraussichtlich im nächsten Jahr in Kraft treten», so Quellen von L'essentiel.

In Belgien können Grenzgänger 24 Tage im Jahr von zu Hause arbeiten. «Derzeit laufen Gespräche zur Ausdehnung der Regelung zwischen Luxemburg und Belgien», erklärt das Finanzministerium, welches die von einigen belgischen Politikern angekündigte Möglichkeit von 48 Tagen «Home Office» jedoch nicht bestätigt.


(Patrick Théry/L'essentiel)

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