Kostbare Blätter – Grüntee-Irrsinn in Japan
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Kostbare BlätterGrüntee-Irrsinn in Japan

Japan ist für seinen Tee bekannt. Für Grünteeblätter aus Shizuoka investierte ein Großhändler ein kleines Vermögen.

Teeliebhaber wissen es: Viele der besten Grünteesorten kommen aus Japan. Vor allem die Präfektur Shizuoka ist bekannt für ihre Teeanbaugebiete. In der Stadt Fujinomiya hat nun die erste Teeblätter-Auktion des Jahres stattgefunden, und da hat ein Großhändler ganz schön tief ins Portemonnaie gegriffen.

Für ein Kilo von Hand verarbeitete Grünteeblätter der Sorte Saemidori hat ein Händler 1,08 Millionen Yen bezahlt, also umgerechnet 9650 Euro, wie das japanische Newsportal «Shizuoka Shimbun» laut dem «Asienspiegel» schreibt. Der bisher höchste Auktionspreis lag mit 88.800 Yen (rund 800 Euro) deutlich darunter.

Grüntee soll Leben verlängern

Der Grüntee stammt von Teebauern aus der japanischen Stadt Fujinomiya. Die ersteigerte Sorte Saemidori ist bekannt für ihr leuchtendes Grün. Der Geschmack ist mild-süßlich. Dass der Tee dieses Mal für so viel Geld verkauft wurde, sei allerdings kein Zufall, schreibt Shizuoka Shimbun weiter. Japan beschreibt den 108. Geburtstag mit dem Wort «chaju», das das Zeichen für Tee beinhaltet.

Vor der Auktion hatte man den Millionenbetrag als Wunschpreis angegeben – ein lokaler Großhändler war tatsächlich bereit, diesen Preis zu zahlen.

Auch ohne Chaju steigen die Preise für Grüntee, weil dieser im Ausland immer beliebter wird. Japanischer Grüntee schmeckt vielen Leuten und gilt als sehr gesund. So kam das Nationale Krebszentrum in Japan in einer 19-jährigen Studie zum Schluss, dass der tägliche Genuss von Grüntee das Leben entscheidend verlängern kann.

(L'essentiel/vbi)

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