Horrorsturz am Hahnenkamm – Grugger liegt noch immer im Koma

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Horrorsturz am HahnenkammGrugger liegt noch immer im Koma

Nach der Notoperation hat das Kitzbühel-Trainingsopfer Hans Grugger eine ruhige Nacht verbracht. Wie schlimm es um ihn steht, ist weiter unklar. Um 10.30 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant.

Das Hoffen und Bangen um den österreichischen Skifahrer Hans Grugger geht weiter. Heute morgen verkündete der Österreichische Skiverband (ÖSV), Grugger habe die Nacht auf der neurochirurgischen Intensivstation der Universitätsklinik Innsbruck ohne Komplikationen verbracht. Der 29-Jährige werde weiterhin im künstlichen Koma gehalten. Den Morgen wollen die Ärzte mit umfangreichen Untersuchungen beginnen, deren Ergebnisse den weiteren Behandlungsverlauf bestimmen werden.

An welcher Verletzung Grugger genau leidet, ist weiterhin unklar. Kurz nach dem schweren Sturz war von einem Schädel-Hirn-Trauma und Verletzungen des Brustkorbs die Rede. Vor der Notoperation am Donnerstagnachmittag sprach Dr. Michael Blauth, der Leiter der Unfallchirurgie der Uni-Klinik Innsbruck, unspezifisch von «schweren Kopfverletzungen». Während Grugger auf dem Operationstisch lag, sickert durch, ihm sei ein Blutgerinsel im Kopf entfernt worden. Diese Information sind aber nicht bestätigt. Die Ärzte wollen nach den ersten Untersuchungen im Verlauf des Tages vor die Presse treten und detaillierte medizinische Informationen liefern.

Fataler Fahrfehler in der Mausefalle

Grugger war im ersten Training in Kitzbühel kurz nach dem Start nach der ersten Linkskurve beim Sprung in die Mausefalle in Rücklage geraten und gestürzt. Bei der völlig verunglückten Landung verlor er die Kontrolle. Beim Aufprall schlug sein Kopf auf die Piste. Anschliessend rutschte der Österreicher ungebremst den steilen Hang hinunter und blieb dort regungslos liegen. Die Notärzte mussten beim 29-Jährigen noch auf der Unfallstelle einen Luftröhrenschnitt vornehmen.

Der Sturz erinnert an Daniel Albrecht, der selber vor zwei Jahren ein Opfer der Streif wurde und seinen schweren Sturz nur mit viel Glück überlebte. Dass nun erneut ein Fahrer mit dem Leben kämpft, stimmt den Walliser nachdenklich. «Der schwere Unfall von Hans Grugger hat mich tief getroffen. Ich möchte mich dazu nicht weiter äussern. Ich bin mit meinen Gedanken bei ihm und seinen Angehörigen», lässt Albrecht durch Swiss-Ski ausrichten.

(L'essentiel online/mlu/heg)

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