«Spionage-Affäre» – Guardiola droht Maulwurf mit Rauswurf

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«Spionage-Affäre»Guardiola droht Maulwurf mit Rauswurf

Bei Bayern München ist auch nach dem 3:0-Sieg gegen Dortmund nicht alles in Butter. Weil Kabinen-Interna ausgeplaudert werden, ist Trainer Pep Guardiola stinksauer.

Souveräner Tabellenführer, 38 Spiele ohne Niederlage und am Wochenende im Klassiker Borussia Dortmund 3:0 geschlagen – Bayern München ist das Mass aller Dinge in der Bundesliga. Dennoch herrscht beim deutschen Rekordmeister Zoff. Trainer Pep Guardiola ist mächtig sauer, weil er mindestens einen Spieler vermutet, der Kabinen-Interna ausplaudert.

Dem Bayern-Trainer platzte deshalb bereits vor dem Gipfel in Dortmund der Kragen, weil die «Bild»-Zeitung Details über die Bayern-Aufstellung wusste. «Denjenigen schmeisse ich raus. Er wird nie wieder für uns spielen», wetterte Guardiola. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge bestätigte das Maulwurf-Gerücht beim Bezahlsender Sky. «Das gibt es seit 30, 40 Jahren, dass irgendeiner sich einen Vorteil erhofft, und darum Informationen nach aussen trägt.»

Detektive bei Barcelona

Rummenigge teilt die Meinung seines Trainers und hat ebenfalls Sanktionen angekündigt. «Ich kann demjenigen nur raten, schnell den Spielbetrieb einzustellen, sonst bekommt er ein ernsthaftes Problem - nicht nur mit Pep Guardiola, sondern mit dem ganzen Klub.» Der Bayern-Coach wird «alles tun, um herauszufinden, wer es ist», so Rummenigge weiter.

Guardiola lässt sich nicht gern in die Karten schauen. Zuletzt ließ er in München immer wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren. Bei Barcelona gehörte dies beinahe zum Standard. In Spanien soll Pep sogar Privatdetektive angeheuert haben, um das Privatleben seiner Stars zu bespitzeln.

(L'essentiel Online/heg)

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