Melbourne – Hacker fordert Pilot auf, Landung abzubrechen

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MelbourneHacker fordert Pilot auf, Landung abzubrechen

Ein Unbekannter gibt Piloten, die den Flughafen Melbourne anfliegen, falsche Anweisungen. Mindestens in einem Fall wurden sie befolgt.

«Die Sicherheit der Passagiere ist nicht gefährdet»: Passagiere steigen in eine Virgin-Maschine ein. (Archivbild)

«Die Sicherheit der Passagiere ist nicht gefährdet»: Passagiere steigen in eine Virgin-Maschine ein. (Archivbild)

Die Piloten einer Virgin-Australia-Maschine waren im Anflug auf den Flughafen Melbourne, als sie plötzlich die Landung abgebrochen haben. Sie ließen den Flieger von 275 Fuß auf 3800 Fuß steigen und kreisten über der Stadt. Wie ABC berichtet, haben die Piloten tatsächlich eine entsprechende Aufforderung erhalten – jedoch nicht vom Tower, sondern von einer unbekannten Täterschaft. Ein Hacker hatte den Funkspruch abgesetzt.

Dabei handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Die Polizei geht insgesamt 15 Meldungen nach. Betroffen sind die Flughäfen Melbourne und Avalon.

So hat der Unbekannte auch schon direkt mit dem Kontrollturm Kontakt aufgenommen. Er gab sich als Pilot eines Kleinflugzeugs aus und gaukelte einen Notfall vor. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um denselben Täter handelt.

ABC hat die Audioaufnahme des Funkspruchs erhalten:

Chris Sheehan von der Australian Federal Police sagt, man nehme die Vorfälle «extrem ernst». Personen seien noch keine verhaftet worden. Die Polizei bittet die Öffentlichkeit deshalb bei der Fahndung um Mithilfe. Auch die Airlines seien unterrichtet.

Für die Fluggäste haben die Vorfälle keine Auswirkungen: «Die Sicherheit der Passagiere ist nicht gefährdet. Reisende müssen ihre Pläne nicht ändern», so Sheehan.

(L'essentiel/woz)

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