Fachleute alarmiert – Hacker-Risiko bei Autos so hoch wie nie

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Fachleute alarmiertHacker-Risiko bei Autos so hoch wie nie

Die Mehrzahl der befragten IT-Experten einer neuen Studie befürchten eine Zunahme von Hacker-Angriffen auf Autos in den nächsten zwölf Monaten.

Die digitale Vernetzung ist einer der Grundpfeiler, auf die man in der Autoindustrie künftig baut. Doch mit der neuen Technologie rücken auch neue Gefahren in den Fokus: Hacker-Angriffe auf vernetzte Autos sind ein großes Thema. Eine aktuelle Studie des US-Softwareherstellers Synopsys warnt vor den Gefahren.

Die vom Ponemon Institute durchgeführte Befragung unter fast 600 IT-Spezialisten und Autoingenieuren kommt zum Schluss, dass «immer mehr vernetzte Autos auch zu einem deutlich höheren Risiko für bösartige Hacker-Angriffe» führen. Eine Missachtung dieser Risiken könne ein teurer Fehler sein und sowohl der Konsumentenstimmung als auch der Privatsphäre und letztlich auch dem Image der Automarken schaden.

Hackerangriffe sind wahrscheinlich

Im Mittelpunkt der Experten-Sorgen stehen vor allem Wi-Fi- oder Bluetooth-Verbindungen, die für Profis ein willkommenes Einfallstor seien.

84 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Sicherheitsstandards ihrer Firma nicht mit den zunehmenden Gefahren Schritt halten würden.

62 Prozent gaben an, dass ihre Organisation nicht über genügend Cybersecurity-Kompetenz verfüge, um mit der aktuellen Situation umgehen und sich schützen zu können. Diese Experten rechnen mit Hackerangriffen in den nächsten zwölf Monaten.

63 Prozent gaben zudem an, dass bloß die Hälfte der neuen Software auf ihre Hacker-Anfälligkeit überprüft werde. Und das, obwohl 60 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass Autos über Wi-Fi- oder Bluetooth-Verbindung gehackt werden.

Genau so viele Experten rechnen mit einem Angriff auf das GPS-System, während 58 Prozent denken, dass Elemente des autonomen Fahrens besonders anfällig seien. «Die Industrie verschiebt sich in Richtung Software, und in diesem Umfeld gibt es eine Vielzahl von potenziellen Angreifern», so das Fazit von Synopsys.

Nicht nur das Auto ist betroffen

Klar: Dass eine auf Cybersecurity spezialisierte Software-Firma eine Studie veröffentlicht, die nach mehr Sicherheit für ihre Produkte verlangt, ist keine Überraschung. Doch das Thema brennt der Industrie unter den Nägeln. Denn die Zahl der vollvernetzten Autos wächst ungebremst.

Bis 2025 dürfte jeder Neuwagen weltweit einen Internetzugang haben, bis ins Jahr 2030 rechnet man mit 25 Prozent selbstfahrenden Autos. Die Hersteller reagieren, sind aber laut Datenschützern zu zurückhaltend. Denn Systeme gegen Cyberkriminalität kosten Geld, das sich nicht auf den Kunden abwälzen lässt.

Trotzdem überlässt man das Feld nicht einfach den Hackern. VW etwa gründete 2016 mit Experten aus Israel ein Unternehmen für Cyber-Sicherheit. Dazu haben Firmen wie Symantec oder Blackberry das Thema als Geschäftsfeld entdeckt und Programme entwickelt. Erst vor ein paar Wochen ging Mitsubishi mit einer neuen Sicherheitstechnik für vernetzte Autos an die Öffentlichkeit. «Sicherheit ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist», sagte Blackberry-Vizepräsident Kaivan Karimi im Interview mit CNBC.

(L'essentiel)

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