Luxemburg Stadt – Händler sind bei Sonntags-Öffnung zwiegespalten
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Luxemburg StadtHändler sind bei Sonntags-Öffnung zwiegespalten

LUXEMBURG-STADT – Viele Luxemburger Einzelhändler haben gemischte Gefühle zu den verkaufsoffenen Sonntagen und den Shopping Nights. Es fehlt an den passenden Bedingungen.

Die verkaufsoffene Sonntage kommen nicht bei allen gut an.

Die verkaufsoffene Sonntage kommen nicht bei allen gut an.

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An diesem Sonntag sollen die Geschäfte in Luxemburg-Stadt geöffnet haben. Viele Einzelhändler sind damit nicht glücklich. Die meisten potentiellen Kunden seien dann bei ihren Familien, ertönt es nahezu unisono vonseiten der Einzelhändler.

Diese sind hin und her gerissen bei der Frage nach verkaufsoffenen Sonntagen und Shopping Nights. «Beim letzten langen Freitag habe ich nach 18.30 Uhr einen einzigen Verkauf gemacht», klagt eine Angestellte. Ein Schmuckverkäufer fügt hinzu: «Wen wundert das, wenn es weder Polizeipräsenz noch eine vernünftige Beleuchtung gibt? Es ist ja gut und schön, dass wir länger auflassen dürfen, aber das muss dann auch vernünftig gestaltet sein.»


Zu wenig Parkmöglichkeiten

Man sei in der Fußgängerzone im Gegensatz zu überdachten Einkaufszentren auf gutes Wetter angewiesen, erklärt ein Optiker. «Außerdem haben meine Mitarbeiter auch Familie. Ich will sie nicht umsonst zur Sonntagsarbeit zwingen.»

Der Mangel an Parkplätzen insbesondere am Glacis sei ein weiteres großes Problem. «Eigentlich haben wir zu Ostern eine rege Nachfrage», sagt ein Konditor. «Aber viele Leute gehen lieber ins Einkaufszentrum, weil sie dort ganz sicher einen Parkplatz bekommen.»

Das Problem soll sich jedoch mit der Eröffnung des Parkplatzes des Gebäudekomplexes Royal Hamilius erledigt haben. Das dort entstehende Einkaufszentrum wird jedoch kritisch gesehen. «Durch die Parkmöglichkeiten könnte uns das Royal Hamilius mehr Kunden bringen. Allerdings haben Einkaufszentren wesentlich flexiblere Öffnungszeiten. Das würde die Konkurrenzsituation wiederum verschärfen», sagt der Geschäftsführer eines Kleidungsgeschäfts.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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