Arbeit in Luxemburg – Handwerk will attraktiver für Nachwuchs werden

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Arbeit in LuxemburgHandwerk will attraktiver für Nachwuchs werden

LUXEMBURG - Die Handwerks- und die Arbeitnehmerkammer haben am Montag ihre neue Kooperation bei der Berufsausbildung vorgestellt.

Handwerkskammer und Arbeitnehmerkammer wollen enger zusammenarbeiten.

Handwerkskammer und Arbeitnehmerkammer wollen enger zusammenarbeiten.

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«In Luxemburg gibt es 7250 Handwerksbetriebe mit 84.500 Mitarbeitern. Es gibt aber nur sechs Ausbildungen für die 41 verschiedenen Berufe», sagt Tom Oberweis, Präsident der Handwerkskammer. Zusammen mit Jean-Claude Reding, dem Präsidenten der Arbeitnehmerkammer, stellte er am Montag eine neue Kooperation vor.

Beide Kammern wollen bei den künftigen Herausforderungen enger zusammenarbeiten. Die Grenze zwischen allgemeiner und beruflicher Ausbildung soll demnach durchlässiger werden. «Die Idee ist, dass junge Menschen nach ihrer Berufsausbildung noch ein Studium bis zum Master machen können», erklärt Oberweis. «Wir müssen das Ausbildungsangebot weiter diversifizieren und den Schülern einen leichteren Übergang zu den unterschiedlichen Qualifikationen ermöglichen. Die Arbeit ist bereits in vollem Gange», ergänzt Kollege Reding.

Überraschende Ergebnisse

Die Kammern treten auch für bessere Orientierungsinstrumente ein. Der «Basic-Check» , der 2016 eingeführt wurde, ist so eine Hilfe. Schüler ab der fünften Klasse können hier ihre Fähigkeiten testen und bekommen Feedback zu Berufen, die gut zu ihnen passen würden. «Die Resonanz während der Testphase war sehr gut», sagt Claude Cardoso, Mitglied der Geschäftsleitung der Arbeitnehmerkammer. «Einige Schüler waren sehr überrascht von den Ergebnisse und Empfehlungen, mit den sie nicht gerechnet hatten.»

Der «Basic-Check» wird vom 26. bis 30. März an allen Gymnasien angeboten.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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