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SaarlandHans hält sich bei Einstufung Luxemburgs zurück

SAARBRÜCKEN – Für den saarländischen Ministerpräsident Tobias Hans sei die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet «keine politische Entscheidung».

Die Einschätzung Luxemburgs als Risikogebiet sei keine politische Entscheidung.

Die Einschätzung Luxemburgs als Risikogebiet sei keine politische Entscheidung.

DPA/Oliver Dietze

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich zurückhaltender zur Einschätzung der Corona-Lage in Luxemburg geäußert als seine rheinland-pfälzische Amtskollegin Malu Dreyer (SPD). Dreyer hatte die Bundesregierung aufgefordert, die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet «schnellstmöglich aufzuheben».

Hans sagte nun am Mittwoch in Saarbrücken: «Ich unterstütze das natürlich, aber dafür müssen eben die Kriterien gegeben sein.» Es sei «keine politische Entscheidung», was ein Risikogebiet sei. Und solange die Infektionszahlen in Luxemburg hoch seien, habe der Bürger auch das Recht darauf, das zu wissen. Ebenso, wie er erfahren müsse, wenn diese Zahlen wieder runtergingen. «Dann erwarte ich, dass das Robert Koch-Institut dann auch schnell die richtige Entscheidung trifft.»

« Wir sind da wirklich super gut abgestimmt. »

Die saarländische Landesregierung stehe in engem Kontakt mit der Regierungsspitze in Luxemburg. «Wir sind da wirklich super gut abgestimmt und kommen auch mit dieser Lage klar», betonte Hans.

Enttäuscht zeigte sich der Ministerpräsident von der Corona-App, die seiner Ansicht nach viel zu wenig in Konzepte eingearbeitet werde: Die Zahl von 16 Millionen Downloads sei zwar ausgesprochen gut, doch angesichts von nur 1000 als positiv vermerkten Nutzern sei deutlich, dass sie nicht richtig genutzt werde. «Das muss besser werden», sagte er. Auch könne er nicht verstehen, warum sie nicht noch mehr Features biete und nicht mehr Feedback gebe. «Diese App hat zwar sehr viel Potenzial, aber es gibt noch Luft nach oben, das besser zu machen.»

(L'essentiel/dpa)

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