Saarland – Hans will schärfere Regeln nicht ausschließen
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SaarlandHans will schärfere Regeln nicht ausschließen

SAARBRÜCKEN – Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans will es von der Wirkung der Booster-Impfungen abhängig machen sowie von der Omikron-Variante.

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will wachsam bleiben und im Zweifel die Notbremse ziehen.

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will wachsam bleiben und im Zweifel die Notbremse ziehen.

DPA/Uwe Anspach

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt erneute schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus nicht aus. Dies hänge vor allem davon ab, wie gefährlich Omikron tatsächlich sei und wie gut die Auffrischungsimpfung gegen diese Variante wirke.

Im Moment versuche man auch im Saarland, so rasch wie möglich mit der dritten Impfung zu boostern. «Damit liegen wir bundesweit an der Spitze. Die große Hoffnung ist, dass wir damit rauskommen aus der vierten Welle, die eine Delta-Welle ist, bevor Omikron zuschlägt», sagte Hans der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

« Ich will sicher keine Panikmache»

«Ob uns das gelingt, vermag ich auch nicht sicher zu sagen», sagte Hans. Wenn Omikron tatsächlich infektiöser und gefährlicher sei als die bisher bekannte Delta-Variante, «dann können wir nicht ausschließen, dass es noch einmal strengere Maßnahmen geben muss für alle, die zumindest nicht drittgeimpft sind». Dies sei heute nicht absehbar. Hans: «Ich sage deutlich: Ich will sicher keine Panikmache. Wir müssen aber wachsam bleiben und falls erforderlich den Notschutzschalter drücken, bis hin zu generellen Schließungen von Betrieben. Das kann ich nicht ausschließen. Dann braucht es aber auch finanzielle Hilfen für die betroffenen Betriebe.»

Er hoffe, dass es im kommenden Jahr gelingen werde, eine stärkere Immunisierung der Bevölkerung aufzubauen und das Virus unter Kontrolle zu bringen. «Das können wir schaffen. Aber wir werden diesen Erfolg, das ist meine Befürchtung, auch erst später im nächsten Jahr sehen.» Man müsse mit dem Virus leben lernen. «Es wird auch nicht mit dem nächsten Jahr weg sein.»

(L'essentiel/DPA )

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