7 Zwergstaaten – Hape, Asselborn und «Luxemburger Gold»
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7 ZwergstaatenHape, Asselborn und «Luxemburger Gold»

LUXEMBURG – Hape Kerkeling hat für Stopp 7 seiner Reisedoku das Großherzogtum bereist. Zwei Protagonisten haben uns von den Dreharbeiten erzählt: Jean Asselborn und Usch Biver.

Wer am Sonntagabend auf Vox eingeschaltet hat, konnte Entertainer Hape Kerkeling zusehen, wie er das Großherzogtum dem breiten Fernsehpublikum präsentiert. Für die «Sendung Hape und die 7 Zwergstaaten» fuhr er mit dem Train 1900 über die «Ligne des Minières» bei Petingen, zauberte in «La Distillerie» mit Sternekoch René Mathieu ein Gemüsemenü, ließ sich vom «stärksten Mann der Welt», Georges Christen, an den Zähnen in die Luft hieven und hatte sich für eine Rikscha-Tour durch die Hauptstadt niemand geringeren als die beiden ehemaligen Radprofi-Brüder Andy und Fränk Schleck organisiert. Ein Treffen mit der großherzoglichen Familie hatte sich Hape für die Sendung eigentlich gewünscht, wie er uns in einem Interview erzählt hatte, stattdessen kam ganz «zufällig» Außenminister Jean Asselborn im Sportdress um die Ecke geradelt. Doch wie kam es zu dessen Auftritt in der deutschen Reisedoku? So zufällig war das ganze natürlich nicht, aber wohl sehr spontan, wie Asselborn L'essentiel verraten hat.

«Andy und Fränk sind zwei sehr gute Freunde von mir», erzählt er, «sie haben mich am Tag vorher angerufen und gefragt, ob ich mitmachen würde. Ich meinte, dass ich sowieso ins Büro muss und bin dann mit dem Rad dort vorbeigekommen.» Unterhalten haben sich die beiden dann über Radfahren, Luxemburg und Europa. Gekannt habe er Kerkeling vorher zwar nicht, die Dreharbeiten mit ihm seien aber angenehm gewesen. «Herr Kerkeling ist ein sehr interessierter Mann», sagt Asselborn. In Sachen deutscher TV-Geschichte habe er sein Wissen inzwischen ein wenig aufgefrischt: «Die Sache mit Königin Beatrix zum Beispiel habe ich mir angesehen.»

Nospelter Ton – das «Luxemburger Gold»

Dass Luxemburg wie in der Sendung dargestellt wohl tatsächlich das «Land der Radfahrer» ist, beweist Eugène «Usch» Biver, der mit stolzen 80 Jahren gerade von einer Mountainbike-Tour kommt, als er uns von seinem Drehtag mit Kerkeling erzählt. Außer der Leidenschaft fürs Radfahren, hat Usch mit dem Außenminister noch mehr gemein: «Ich kannte Hape gar nicht. Mein Sohn musste ihn mir zeigen», gesteht er. Für die Sendung hat Usch sich mit Kerkeling dann seiner anderen Leidenschaft gewidmet, den Péckvillercher. Zusammen töpferten die beiden die traditionellen Vogelpfeifen aus Nospelter Ton, beziehungsweise «Luxemburger Gold», wie Hape scherzte. Der Bagger der benachbarten Baustelle habe sogar extra die Tongrube in seinem Garten dafür ausgehoben, berichtet Usch.

Und wie hat Hape Kerkeling sich dabei angestellt? «Wir haben das ja zusammen gemacht, so mache ich das auch immer bei den Kindern. Für ihn habe ich aber den Sitz ein bisschen weiter nach hinten schieben müssen», erzählt er lachend. Das Vögelchen, das rausgekommen sei, habe er nachbearbeitet, damit es auch wirklich pfeifen kann und Hape zugeschickt – leider sei es zurückgekommen. Bis zum zweiten Zustellversuch kann Kerkeling wohl aber auf seinen anderen Péckvillercher pfeifen, Usch hatte ihm nämlich stilecht Exemplare als Hapes Kultfiguren Horst Schlämmer und Uschi Blum getöpfert. «Die haben ihm sehr gut gefallen, er hat sie alle mitgenommen.»

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich online noch über die Premiumversion von «RTL+» ansehen.

(mei/L'essentiel)

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