Coronavirus in Luxemburg – Hatten Grippe-Patienten schon 2019 Covid-19?

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Coronavirus in LuxemburgHatten Grippe-Patienten schon 2019 Covid-19?

LUXEMBURG – Das Gesundheitsministerium erwägt, mehr als 400 negative Grippe-Proben zu analysieren, die seit letztem Oktober von Patienten entnommen wurden.

Das Gesundheitsministerium weist auf ein Verfahren hin, bei welchem Proben von Personen, die wegen einer grippeähnlichen Erkrankung entnomen wurden, analysiert werden könnten.

Das Gesundheitsministerium weist auf ein Verfahren hin, bei welchem Proben von Personen, die wegen einer grippeähnlichen Erkrankung entnomen wurden, analysiert werden könnten.

AFP

Gab es in Luxemburg bereits Coronavirus-Infektionen noch vor dem «offiziellen» Beginn der Epidemie? In einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordneten Marc Hansen (Déi Gréng) wurde genau diese Frage angesprochen, auf welche Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am Donnerstag antwortete: «Es besteht ein echtes Interesse daran, verschiedene Datenquellen rückblickend zu untersuchen, um das Datum des Auftretens der ersten Fälle von Covid-19 auf unserem Territorium zu ermitteln», so Lenert.

Das Gesundheitsministerium wies auf ein Verfahren hin, bei welchem Proben von Personen, die wegen einer grippeähnlichen Erkrankung entnommen wurden, analysiert werden könnten. «Das heißt, mit Fieber und Anzeichen von Atemwegserkrankungen, als Teil des Grippeüberwachungsnetzes», sagte Paulette Lenert. Und das bereits im Herbst 2019.

Influenza-Proben könnten eine erste Antwort liefern

«Seit Beginn der Grippe-Überwachung im Oktober 2019 sind 843 Proben beim Laboratoire National de Santé (LNS) eingegangen, von denen 402 negativ auf Influenza A und B getestet wurden. Derzeit läuft eine Diskussion mit der LNS, um diese negativen Proben erneut zu analysieren», erklärte die Gesundheitsministerin. Diese Ergebnisse könnten eine erste Antwort liefern.

Paulette Lenert schloss jedoch eine erneute Analyse der Thoraxuntersuchungen vorerst aus. Ein solcher Ansatz, der in Frankreich «erfolgreich» angewandt werde, sei im Großherzogtum kompliziert umzusetzen, da alle «im Land durchgeführten Scans» erneut ausgelesen werden müssten. Ihrer Meinung nach ginge dies nur mit einem Forschungsprojekt, dessen Kosten «nicht vernachlässigt werden sollten, denn es gehe darum, alle Patienten erneut zu kontaktieren, die Zustimmungen einzuholen und alle Bilder von erfahrenen Radiologen erneut lesen zu lassen».

(L'essentiel)

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