Tote und Verletzte – Heftige Stürme in Europa

Publiziert

Tote und VerletzteHeftige Stürme in Europa

Mit ein paar umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Dachziegeln blieb der Schaden in Luxemburg gering. In England sind zwei Menschen gestorben. In der Nacht zum Donnerstag folgt «Andrea».

Sturmtief «Ulli» war in der Naxcht zum Mittwoch auch über Luxemburg aktiv, doch die Schäden blieben gering. In Grossbritannien hingegen sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Mann wurde auf einem Tanker im Ärmelkanal schwer verletzt, als eine riesige Welle das Schiff traf. Er starb nach einer Rettungsaktion per Helikopter später im Spital. In der Stadt Tunbridge Wells südöstlich von London wurde ein weiterer Mann in seinem Wagen von einem Baum erschlagen. An den schottischen Flughäfen in Glasgow und Edinburgh wurden zahlreiche Flüge gestrichen oder verschoben. Starker Regen und Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde behinderten zudem den Zug- und Busverkehr.

Lastwagen beinah von einer Brücke geweht

In Deutschland blieb es verhältnismäßig ruhig, wie die Polizeidienststellen mitteilten. «Es hat zwar gestürmt, aber alles halb so wild», sagte ein Sprecher der Polizei Gera. Lediglich im Harz in Sachsen-Anhalt pustete «Ulli» noch etwas kräftiger.

In Rheinland-Pfalz wurde ein Lastwagen samt Anhänger auf der Autobahn 61 (Worms-Alzey) fast von einer Brücke geweht. Auf der Talbrücke Alzey wurde der unbeladene Lkw nach links in die Leitplanke gedrückt, berichtete ein Sprecher der Autobahnpolizei Gau-Bickelheim. Das Fahrzeug drehte sich und der Anhänger löste sich und kippte um. Die Autobahn musste in Richtung Norden zeitweise voll gesperrt werden. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von rund zehn Kilometern. Erst in der Nacht gegen 2.00 Uhr waren die Bergungsarbeiten beendet. Verletzt wurde niemand.

Im nordrhein-westfälischen Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) mussten am Dienstagabend rund 290 Menschen aus einem Regionalzug befreit worden, nachdem ein umgestürzter Baum das Gleis versperrt und eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hatte.

Stromausfälle in Nordfrankreich

Im Norden Frankreichs verursachten heftige Winde am Dienstag Stromausfälle: 13 000 Haushalte in der Region Nord-Pas-de-Calais waren zeitweise ohne Elektrizität, wie der Netzbetreibers ERDF am Abend mitteilte.

Die Feuerwehr musste wegen umgestürzter Bäumen oder Stromleitungen zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Der französische Wetterdienst Météo France registrierte an der Küste Windböen mit einer Stärke von bis zu 126 Kilometern pro Stunde. Am Abend habe sich die Lage allerdings wieder beruhigt, hiess es.

Nach «Ulli» kommt «Andrea»

Für die Nacht zum Donnerstag wurde ein weiteres Sturmtief angekündigt. «Andrea» steuert auf Europa zu und wird auch über das Großherzogtum hinwegfegen. Zu erwarten asind Windgeschwindigkeitenm bis zu 100 km/h.

L'essentiel Online /

(dpa)

Deine Meinung