Amoklauf in Heidelberg – Heidelberger Amokläufer war erst 18
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Amoklauf in HeidelbergHeidelberger Amokläufer war erst 18

Eine Mann hat an der Universität das Feuer eröffnet und vier Menschen verletzt. Eines der Opfer erlag seinen lebensgefährlichen Verletzungen, auch der Täter selbst ist tot.

24.01.2022, Baden-Württemberg, Heidelberg: Polizeibeamte sichern Spuren am Gelände des Botanischen Gartens der Heidelberger Universität. Auf dem Campus der Heidelberger Universität hat es einen Amoklauf gegeben. Ein Einzeltäter habe am Montagmittag mit einer Langwaffe mehrere Menschen in einem Hörsaal verletzt, teilte die Polizei mit. Der Täter sei inzwischen tot. Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

24.01.2022, Baden-Württemberg, Heidelberg: Polizeibeamte sichern Spuren am Gelände des Botanischen Gartens der Heidelberger Universität. Auf dem Campus der Heidelberger Universität hat es einen Amoklauf gegeben. Ein Einzeltäter habe am Montagmittag mit einer Langwaffe mehrere Menschen in einem Hörsaal verletzt, teilte die Polizei mit. Der Täter sei inzwischen tot. Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

uwe Anspach
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<b>24. Januar:</b> Fahrzeuge der Polizei stehen am Gelände der Heidelberger Universität. Auf dem Campus hat es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Amoklauf gegeben.

<b>24. Januar:</b> Fahrzeuge der Polizei stehen am Gelände der Heidelberger Universität. Auf dem Campus hat es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Amoklauf gegeben.

DPA/R.priebe
Ein Einzeltäter habe am Montagmittag mit einer Langwaffe mehrere Menschen in einem Hörsaal verletzt, teilte die Polizei mit.

Ein Einzeltäter habe am Montagmittag mit einer Langwaffe mehrere Menschen in einem Hörsaal verletzt, teilte die Polizei mit.

Der Täter sei inzwischen tot.

Der Täter sei inzwischen tot.

DPA/R.priebe

Amoklauf in Heidelberg

・An der Universität hat ein Mann auf Personen geschossen
・Ein Opfer ist tot, drei weitere verletzt
・Der Täter soll sich anschließend erschossen haben
・Er war selbst Student

Was man über den Amoklauf bis jetzt weiß

An einer Pressekonferenz informierte die Polizei Mannheim sowie die Staatsanwaltschaft Heidelberg über den Amoklauf an der Uni Heidelberg:

Der Täter:

Beim Amokläufer handelt es sich um einen 18 Jahre alten Deutschen. Er war Biologiestudent an der Uni Heidelberg. Er war nicht vorbestraft, wohnte in Mannheim, aber nicht mehr bei seinen Eltern.

Die Tat:

Kurz vor der Tat schickte er eine Whatsapp-Nachricht an einer ihm bekannten Person. Darin drohte er, dass nun «Leute bestraft werden müssen». Er erwähnte allerdings keine Person namentlich.

Vor 12.24 Uhr begann der Täter im Hörsaal zu schießen. Er hatte zwei Langwaffen – eine Doppelflinte und einer Repetierwaffe – bei sich, sowie einen Rucksack mit 100 Schuss Munition. Er verletzte vier Menschen im Saal und flüchtete nach draußen. Dort nahm er sich das Leben.

Die Waffen:

Die Waffen hatte der 18-Jährige wenige Tage zuvor im Ausland gekauft. Einen Waffenschein besaß er nicht.

Die Opfer:

Eine 23 Jahre alte Studentin erlitt beim Amoklauf im Hörsaal so schwere Verletzungen, dass sie wenige Stunden später im Krankenhaus starb. Zwei weitere Studentinnen und ein Student im Alter von 19 bis 21 Jahren erlitten leichte Verletzungen an Bein, Kopf und Rücken.

Das Motiv:

Das bleibt noch unklar. Besonders an der Tat ist laut Polizei, dass der Täter nach nur drei Schüssen den Hörsaal verließ, obwohl er einen Rucksack mit Munition gefüllt hatte. Es könne darum nicht ausgeschlossen werden, dass eine bestimmte Person getroffen werden sollte.

Täter war 18 Jahre alt

Polizeipräsident Siegfried Kollmar, Polizeipräsidium Mannheim, gibt Auskunft zum Tathergang:

Um 12.24 Uhr gingen zahlreiche Alarmanrufe bei der Polizei ein, um 12.30 Uhr standen sechs Spezialteams vor der Uni. Die Polizisten gingen in Vollmontur ins Uni-Gebäude und durchsuchte alle Räume.

12.51 Uhr fand die Polizei den Amokläufer tot vor dem Uni-Gelände.

Der Täter war ein 18 Jahre alter Deutscher, er hatte im Hörsaal mit Langwaffen mehrmals um sich geschossen. Er war Biologie-Student und wohnte in Mannheim, aber nicht mehr bei seinen Eltern.

Ein Todesopfer zu betrauern

Nach dem Amoklauf an der Universität in Heidelberg ist eine junge Frau wenige Stunden nach der Tat ihren schweren Verletzungen erlegen. Der Täter habe ihr in den Kopf geschossen, hieß es am Montag aus Sicherheitskreisen. Es gab neben der jungen Frau drei Verletzte.

Entwarnung von Polizei

Nach dem Amoklauf an der Universität Heidelberg hat die Polizei endgültig Entwarnung gegeben. «Wir gehen von einem Einzeltäter aus. Derzeit ist keine Gefahrenlage mehr gegeben», teilte die Polizei am Montag mit.

Ein Opfer in Lebensgefahr

Vier Verletzte hat es nach dpa-Informationen gegeben. Eines der vier Opfer sei bei den Schüssen im Hörsaal der Universität lebensgefährlich verletzt worden, hieß es am Montag in Sicherheitskreisen.

Täter war Student

Der Amokläufer von Heidelberg soll nach dpa-Informationen selbst Student gewesen sein. Der Mann, der am Montagmittag in einem Hörsaal der Universität um sich schoss, habe nach ersten Erkenntnissen keine politischen oder religiösen Motive gehabt, hieß es in Sicherheitskreisen. Die Polizei erklärte: «Wir gehen nicht von weiteren Tätern aus.» (dpa)

Täter ist tot

Bei der Attacke in Heidelberg handelt es sich um einen Amoklauf auf dem Uni-Campus. Ein Einzeltäter habe am Montagmittag mit einer Langwaffe mehrere Menschen in einem Hörsaal verletzt, teilte die Polizei mit. Der Täter sei inzwischen tot. Wie deutsche Medien berichten, habe er die Waffe gegen sich selbst gerichtet.

Die Polizei gab bekannt, dass sie weiter «mit starken Kräften vor Ort» sei. Autofahrer wurden gebeten, den Stadtteil weiträumig zu umfahren, damit Rettungs- und Einsatzkräfte freie Fahrt hätten.

Amoklauf in Heidelberg

In Heidelberg ist die Polizei wegen eines Angriffs am Montagmittag zu einem Großeinsatz ausgerückt. Im Gebiet Neuenheimer Feld soll nach ersten Erkenntnissen ein Mensch mehrere andere verletzt haben, wie die Polizei erklärte. Der Bereich sei weiträumig abgesperrt.

Beim Neuenheimer Feld handelt sich um ein Neubaugebiet. Dort liegen unter anderem der Botanische Garten und Teile des Universitätsklinikums.

(L'essentiel/fur/dpa)

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