In Luxemburg – Heintz van Landewyck baut neues Tabakwerk

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In LuxemburgHeintz van Landewyck baut neues Tabakwerk

ERPELDINGEN/SAUER - Der luxemburgische Tabakproduzent Heintz van Landewyck hat mit dem Bau des zukünftigen Werkes am Fridhaff begonnen.

Die Investitionen auf dem 36.000 Quadratmeter großen Gelände belaufen sich auf 600 Millionen Euro.

Die Investitionen auf dem 36.000 Quadratmeter großen Gelände belaufen sich auf 600 Millionen Euro.

Editpress/Anne Lommel

Heintz van Landewyck hat am Montag offiziell den Bau einer Fabrik auf dem Industriegebiet «Zano» am Fridhaff zwischen Erpeldingen/Sauer und Diekirch begonnen. Nach der Fertigstellung im Mai 2019 soll die neue Anlage die beiden Produktionsstandorte in Luxemburg-Stadt und Ettelbrück ersetzten. Die Investition belief sich für das 36.000 Quadratmeter umfassende Fabrikgelände auf insgesamt 600 Millionen Euro.

«Die Anlage wird mit einem neuen, dynamischen und automatisierten Lagersystem ausgestattet», sagt Marketingdirektor Georges Krombach. «Das bietet uns mehr Flexibilität. Auf die Art können wir günstig kleine Chargen herstellen». Bis Ende 2018 sollten die ersten Maschinen betriebsbereit sein und die Produktion vorübergehend an drei Standorten stattfinden.

Entlassungen stehen bevor

Dann, im Mai 2019, muss das neue Werk die Herstellung der knapp sieben Milliarden Zigaretten und 5000 Tonnen Tabak im Alleingang stemmen. Das Datum stimmt mit dem Inkrafttreten einer neuen europäischen Richtlinie überein, die für jedes Tabakprodukt einen spezifischen Rückverfolgbarkeitscode vorsieht. «Wir haben im Zuge des Standortwechsels natürlich in diese neue Ausrüstung investiert», so Krombach.

Insgesamt sollen 200 bis 300 Mitarbeiter übernommen werden. Derzeit sind in beiden Einheiten rund 300 Festangestellte und 40 Zeitarbeitskräfte beschäftigt. Die 1847 gegründete Gruppe beschäftigt 1900 Mitarbeiter, davon 700 in Luxemburg. Sie ist auf rund 40 Märkten weltweit mit Marken wie Elixyr, Ducal, Che oder Maya vertreten.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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