Tabak-Hersteller – Heintz van Landewyck zieht nach Diekirch um

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Tabak-HerstellerHeintz van Landewyck zieht nach Diekirch um

DIEKIRCH - Der Luxemburger Tabak-Hersteller Heintz van Landewyck legt innerhalb der kommenden fünf Jahre seine beiden Produktionsstandorte zusammen.

Heintz van Landewyck schließt seine Produktionsstandorte in Luxemburg-Stadt und Ettelbrück und baut in der Nähe von Diekirch für 60 Millionen Euro neu.

Heintz van Landewyck schließt seine Produktionsstandorte in Luxemburg-Stadt und Ettelbrück und baut in der Nähe von Diekirch für 60 Millionen Euro neu.

Editpress/François Aussems

In fünf Jahren wird den Bewohnern von Luxemburg-Hollerich und Ettelbrück kein Tabak-Geruch mehr in der Nase liegen. Wie das Unternehmen Heintz van Landewyck am Montag angekündigt hat, wird es seine bisherigen beiden Produktionsstandorte schließen und im Industriegebiet «Zano» zwischen Erpeldingen und Diekirch für 60 Millionen Euro neu bauen. Reglementierungen und der Wettbewerb hätten diesen Schritt nötig gemacht. «Logistische Effizienz» sowie eine funktionierender «Workflow» seien an den alten Standorten nicht mehr möglich gewesen. Das neue Werk im «Fridhaff» entspreche der Größe von zwei Fußballfeldern.

Gegen die innerstädtischen Werke sprechen laut Management aber auch noch andere Argumente: «Wegen Umwelt- und Energiestandards hat die industrielle Produktion innerhalb der Städte keine Zukunft», erklärte Marketing-Chef Georges Krombach. Deshalb sei der Neubau – auch um die Arbeitsplätze in Luxemburg erhalten zu können – von Nöten. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 600 Mitarbeiter. Für den Betrieb des neuen Werks würden allerdings nur noch rund 400 Angestellte benötigt. Bis zur Inbetriebnahme in fünf Jahren gingen aber allein rund 100 Mitarbeiter in Rente. Andere freiwerdende Stellen würden nicht neu besetzt. Ein Sozialplan sei deshalb nicht nötig.

(mv/L'essentiel)

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