Saarland – Heizöl statt Diesel im Tank ist Steuerhinterziehung

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SaarlandHeizöl statt Diesel im Tank ist Steuerhinterziehung

SAARBRÜCKEN – Mehr als 2200 Liter Heizöl entdeckte der Zoll in einem Lagerraum eines Handwerksbetriebs bei Saarlouis. Das Heizöl wurde in Fahrzeugen verwendet.

Die rötliche Farbe des aus dem Tank entnommenen Treibstoffs ist ein Indikator dafür, dass Heizöl statt Diesel eingefüllt wurde.

Die rötliche Farbe des aus dem Tank entnommenen Treibstoffs ist ein Indikator dafür, dass Heizöl statt Diesel eingefüllt wurde.

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Da wollte wohl jemand Steuern sparen. Im Lagerraum eines Handwerksbetriebes im Landkreis Saarlouis hat der deutsche Zoll 2200 Liter Heizöl entdeckt. Passend dazu hat sich der Besitzer des Lagerraums auch gleich eine Tankstelle eingerichtet.

Die Zollfahnder konnten nachweisen, dass mindestens zwei Firmenfahrzeuge mit dem Heizöl betrieben worden sind – ein Straftatbestand. Denn: Heizöl unterliegt einem anderen Steuersatz (61,35 Euro/1000 Liter) als Dieseltreibstoff (470,40 Euro/1000 Liter). Deshalb darf es ausschließlich zum Heizen verwendet werden, auch wenn es theoretisch möglich ist, es als Treibstoff in Fahrzeugen zu verwenden. Gleiches gilt übrigens für den Einsatz von Speiseöl. Verwendet man dieses als Treibstoff, ist man verpflichtet eine Steuernachzahlung beim zuständigen Hauptzollamt zu machen.

Farbtest liefert sicheres Ergebnis

Zum Nachweis der Straftat entnahmen die Ermittler Kraftstoff aus dem Tank der Firmenautos. Schon anhand dessen Farbe (Heizöl ist rötlich, Diesel eher gelb) kann man erkennen, um welche der beiden Flüssigkeiten es sich handelt. Zusätzlich führen die Fahnder noch einen chemischen Test durch, der auf bestimmte Marker im Heizöl reagiert.

Gegen den Firmeninhaber wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Steuerschaden beläuft sich nach bisherigen Erkenntnissen auf gut 1100 Euro. Die Ermittlungen dauern noch an.

(dix/L’essentiel)

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