Luxemburger Talent – Herr SchmitTt wandelt auf Spuren von Toxic René

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Luxemburger TalentHerr SchmitTt wandelt auf Spuren von Toxic René

LUXEMBURG – In den sozialen Netzwerken sind seine Videos ein Volltreffer: Mit Humor und Selbstironie kommentiert Herr SchmitTt mit luxemburgischem Akzent das Tagesgeschehen.

Monsieur SchmitTt, à gauche, s'est inspiré de Toxic René, à droite, pour ses délicieuses chroniques avec l'accent luxembourgeois.

Monsieur SchmitTt, à gauche, s'est inspiré de Toxic René, à droite, pour ses délicieuses chroniques avec l'accent luxembourgeois.

Seine seltenen öffentlichen Auftritte in den sozialen Netzwerken werden in Luxemburg und den französischsprachigen Nachbarländern gefeiert. Und da alles, was rar auch kostbar ist, weigert sich Herr SchmitTt, uns zu sagen, wer hinter seinem aufsässigen Charakter steckt. Mit Humor und Selbstironie kommentiert Herr SchmitTt auf Französisch mit luxemburgischem Akzent die aktuellen Ereignisse des Zeit- und Tagesgeschehens. Seine Kommentare treffen den Nagel auf den Kopf und kommen bei immer mehr Internetnutzern an, die seine Beiträge massenhaft in sozialen Netzwerken teilen.

«Ich habe im Dezember 2019 angefangen und anfangs war es nur ein Hirngespinst», sagt Herr SchmitTt, 65, ein Gartenliebhaber, der jetzt in Düdelingen seinen wohlverdienten Ruhestand genießt. «Ich bin Luxemburger und habe immer im Großherzogtum gelebt. Wie viele meiner Landsleute spreche ich Französisch mit einem leichten Akzent, den ich für meine humorvollen Beiträge natürlich überzeichne».

« Meine erste Inspirationsquelle war Toxic René »

Sein jüngster Streich ist vom 12. Oktober diesen Jahres, aber man wird das Gefühl nicht los, dass Herr SchmitTt bald nachlegen wird. «Hallo, SchmitTt am Apparat», sagt er, wenn er den Hörer abnimmt und zu den amerikanischen Wahlen und insbesondere zu Donald Trump Stellung nimmt. «Der Präsident mit den blonden Haaren, und dem Make-up, sieht aus, als hätte er ein Nickerchen im Solarium gemacht. Er ist eine schöne Figur.» Der Ton passt, ist lustig und die Bilder illustrieren die Beiträge, die über hundert Mal auf Facebook geteilt wurden.

«Meine erste Inspirationsquelle war Toxic René», sagt Herr SchmitTt und fügt hinzu: «Als er 2007 seine Lieder veröffentlichte, hat er mir den Weg gezeigt. Schade, dass er nicht weitergemacht hat.» Verkehrsstaus, Weihnachts- und Silvesterfeiern, das Wetter, Unterstützung des Pflegepersonals während der Covid-19-Pandemie, Grenzkontrollen in Luxemburg, nicht zu vergessen die Absage der Schueberfouer in diesem Sommer: Herr SchmitTt vergnügt seine Follower mit jedem seiner Beiträge. «Dahinter steckt echte Arbeit, und manchmal brauche ich einen Tag, um zu schreiben, aber wenn die Inspiration da ist, ist auch das Publikum begeistert».

(fl/L'essentiel)

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