Damfpwolke beim Test – Hertha-Torwart wird von Kiffern eingenebelt
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Damfpwolke beim TestHertha-Torwart wird von Kiffern eingenebelt

Thomas Kraft stößt sauer auf, dass Fans während eines Testspiels einen Joint rauchen. Sein Trainer befürchtet gar eine positive Dopingprobe.

Hertha-Keeper Thomas Kraft wurde zum Passivraucher.

Hertha-Keeper Thomas Kraft wurde zum Passivraucher.

DPA

Auf einmal stand er im Nebel, obwohl die Sonne schien und der Himmel blau strahlte. Mitten im Testspiel gegen den spanischen Erstligisten Rayo Vallecano (0:1) in Neuruppin schlug der Geruchssinn von Hertha-Goalie Thomas Kraft Alarm – Kiffer-Alarm. Hinter seinem Tor rauchten Berliner Fans einen Joint und nebelten den 26-Jährigen ein. «Plötzlich zog dieser süßliche Geruch durch meinen Strafraum. Sekunden später war das eine richtige Dampfwolke. Hätte ich das Zeug eine Viertelstunde länger eingeatmet, dann hätte man einen Krankenwagen für mich holen müssen», sagt Kraft gegenüber der «Bild».

Überhaupt hat er kein Verständnis für die Fehlbaren: «Das geht gar nicht. Da sind Kinder im Stadion. Die Leute sollen das in ihren eigenen vier Wänden machen, aber nicht bei einer Sportveranstaltung. Oder noch besser, sie lassen die Finger ganz davon.»

Ersatz-Torwart löst die Situation

Auch Trainer Pal Dardai zeigte sich wenig angetan von den Gras konsumierenden Anhängern. Er befürchtete, sein Schlussmann könnte im schlimmsten Fall wegen des Passiv-Rauchens in einer Dopingkontrolle hängenbleiben. «Thomas hat vernünftig gehandelt, indem er uns informiert hat und wir reagieren konnten. Schließlich darf er das Zeug nicht einatmen, es geht um die Dopingbestimmungen», sagte er.

Ersatz-Keeper Marius Gersbeck, der einen guten Draht zu den Hertha-Fans hat, weil er früher selbst in der Fankurve des Olympiastadions stand, bereinigte die Situation, indem er die Kiffer überzeugte, vom Joint abzulassen.

(L'essentiel/kai)

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