Neuer Supervogel – Hier hebt der A350 zum ersten Mal ab

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Neuer SupervogelHier hebt der A350 zum ersten Mal ab

Der neue Langstrecken-Superjet A350 ist erfolgreich zu seinem Jungfernflug gestartet. Während des Flugs werden verschiedene Tests durchgeführt.

Der Testflug drei Tage von Beginn der Pariser Flugmesse Le Bourget soll nach Angaben des europäischen Flugzeugbauers Airbus etwa vier Stunden dauern. Hier kann die Flugroute des A350 nachverfolgt werden.

Während dieser Zeit sind in verschiedenen Flughöhen Manöver zum Test von Fahrwerk, Landeklappen oder Ruder geplant. Das hochmoderne Flugzeug ist der Hoffnungsträger von Airbus gegen die Konkurrenz von US-Hersteller Boeing, deren 787-Modell «Dreamliner» - wenn auch mit Problemen - bereits bei diversen Fluggesellschaften im Einsatz steht.

Hier geht es zum Livestream des A350-Jungfernflugs:

Das Langstreckenflugzeug soll dem europäischen Flugzeugbauer neue Marktchancen im Kampf gegen den Dauerrivalen Boeing mit seiner 787 «Dreamliner» und der angekündigten 777X sichern. Am Freitag um 10 Uhr ist das Flugzeug in der Version A350-900 erstmals im südfranzösischen Toulouse vom Boden abgehoben.

Jungfernflug dauert vier Stunden

Chef-Testpilot Peter Chandler soll das Erstmodell von der Startbahn in den Himmel ziehen. «Man muss schon ein fähiger Pilot sein, um die Sachen zu machen, die wir fliegen», erläutert Chandler seinen Job im hauseigenen Video, «nicht außergewöhnlich, aber fähig.» Auch für ihn steht eine neue Erfahrung an: seine Premiere mit einem Prototypen.

Gemeinsam mit Co-Pilot Guy Magrin und vier Ingenieuren soll Chandler den ersten von fünf Testfliegern mit dem Zusatz XWB für «Extra Wide Body» in die Luft bringen. Vom Flughafen Blagnac aus sind vier Flugstunden geplant.

Begleitet wird die A350 von einem Beobachtungsflugzeug. Vorgesehen hat Airbus Tests in unterschiedlichen Höhen: Fahrwerk, Landeklappen, Ruder, Geschwindigkeiten.

Einzelteile aus ganz Europa

Wie im Viel-Länder-Konzern Airbus üblich kommen auch die Teile des A350 aus halb Europa: Aus Hamburg in Deutschland stammen Heck und Teile der hinteren Flügel, in Bremen werden die Flügelkanten gefertigt, Broughton in Grossbritannien steuert die Flügel bei, aus dem spanischen Getafe werden horizontale Teile der Heckflügel geliefert.

Alles andere wird in Frankreich gebaut. Auch eine Endmontage gibt es nur in Toulouse. Ursprünglich wollte Airbus die A330 weiterentwickeln, in deren Flugzeuggröße die A350 gehört. Forderungen der Fluggesellschaften mündeten dann aber im völlig neuen Flieger.

Die Planung hat unter anderem wegen Problemen mit den Flügeln länger gedauert als gedacht und mit geschätzt gut 10 Milliarden Dollar auch mehr gekostet. Nun sollen moderne Verbundwerkstoffe das Gewicht senken und den Treibstoffverbrauch nach Airbus-Rechnung um 25 Prozent senken.

Bereits 33 Bestellungen

Nach dem Ärger von Konkurrent Boeing mit den Batterien der 787 «Dreamliner» hat Airbus in die A350 wieder alte Nickel-Akkus statt der ursprünglich ebenfalls geplanten, leichteren Lithium-Ionen-Technik eingeplant. Im Testflieger stecken allerdings noch die neuen Akkus.

Die A350 XWB wird in drei Versionen für 270 bis 350 Passagiere gebaut. Die teuerste Variante steht mit rund 250 Millionen Euro in der Preisliste. Airbus-Chef Fabrice Brégier will das erste Exemplar in der zweiten Hälfte 2014 ausliefern - ein Jahr später als ursprünglich geplant. Bisher haben 33 Fluggesellschaften 613 Maschinen des neuen Typs bestellt.

(L'essentiel Online/dno/sda)

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