Pistorius gelingt Debüt – Hier stürmt der Blade Runner ins Halbfinale

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Pistorius gelingt DebütHier stürmt der Blade Runner ins Halbfinale

Oscar Pistorius hat es geschafft: Als erster beinamputierter Sportler nahm der 400-m-Läufer an der Leichtathletik-WM teil. Im Halbfinale schied er allerdings aus.

Der Südafrikaner Oscar Pistorius war schon vor der WM in Daegu das große Thema. Der an beiden Beinen amputierte Sprinter nahm als erster behinderter Läufer bei einer Großveranstaltung für Nichtbehinderte teil. Die Diskussionen, ob seine Carbon-Prothesen ihn bevorteilen, benachteiligen oder einfach für Chancengleichheit sorgen, sind allerdings keinesfalls beendet – und je besser er sich in Südkorea schlägt, desto größer dürften sie werden.

Pistorius startete bei seinem Debüt in der Nacht auf Sonntag auf der ungeliebten Bahn 8. Nach einem Fehlstart des Nigerianers Abdou Razack Rabo Samma ging es mit etwas Verzögerung los. Der 24-Jährige absolvierte die 400 Meter in 45,39 Sekunden (persönliche Bestzeit 45,07 Sekunden) und qualifizierte sich damit für die Halbfinals als Drittplatzierter seines Laufs. «Es war phänomenal, heute hier zu laufen. Ich habe den großen Druck gespürt. Es war schwierig von Bahn 8», sagte er beim anschließenden Interview-Marathon.

Am Montag ausgeschieden

«Jetzt bin ich müde und muss erst einmal runterkommen, entspannen, den Fokus wieder finden und mit meinem Coach reden», gestand der Sprinter, bevor er sich auf den Weg in die Kabine machte. Den zweiten Auftritt Pistorius’ konnten die Zuschauer am Montagmittag miterleben. In 46,19 Sekunden wurde der Südafrikaner nur Letzter seines Laufs und schied aus.

L'essentiel Online/fox

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