Terror in Paris – Hier umzingeln Soldaten den Macheten-Angreifer
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Terror in ParisHier umzingeln Soldaten den Macheten-Angreifer

In der Nähe des Louvre-Museums in Paris greift ein Mann mit einer Machete Soldaten an – und wird von ihnen außer Gefecht gesetzt.

Der Terror ist zurück in Paris: Ein Soldat hat heute in der Nähe des Louvre fünf Mal auf einen Angreifer geschossen. Der mit mindestens einer Machete bewaffnete Mann versuchte, einen Soldaten anzugreifen, nachdem man ihm den Eintritt in das Museum verweigerte. Der Angreifer wurde schwer verletzt. Er erlitt unter anderem einen Bauchschuss. Eine Not-OP wurde eingeleitet. Die Ermittler gehen von einem terroristischen Motiv aus, da der Angreifer «Allahu Akbar» («Gott ist groß») schrie.

Ein chinesischer Touristenführer fotografierte die Szene kurz nach dem Angriff in einem Treppenhaus, das in ein unterirdisches Einkaufszentrum führt, das «Carrousel du Louvre». Über dieses gelangt man zugleich zum Eingang des Louvre-Museums, das jedes Jahr von Millionen Menschen besucht wird. Laut Cadot stürzte der Mann sich auf die Sicherheitskräfte und stieß dabei Drohungen aus.

Das Museum wurde geschlossen, die anwesenden Besucher mussten im Inneren bleiben. Es komme niemand mehr rein oder raus, sagte eine Mitarbeiterin des Museums. Der Sprecher des Innenministeriums sagte, dass etwa 1000 Menschen zeitweise festsaßen. Sie sollten nach Überprüfungen in kleinen Gruppen aus dem Gebäude gebracht werden.

«Wir dachten an den Tod»

«Ich war auf der Treppe, als ich die Schüsse hörte. Es war merkwürdig, niemand kannte sich aus. Ich sah Leute laufen, alle waren in Panik», erzählt Svetlana, eine Architektin, die sich in einer Garderobe versteckte, als sie die Schüsse hörte. «Wir liefen und gelangten nach draußen. Wir dachten an unser Leben, wir sahen den Tod auf uns zukommen, bei all dem was momentan geschieht. Wir hatten wirklich Angst», erklärt ein Angestellter eines Restaurants in der Galerie des Louvre.

Ein Militärsprecher sagte, zunächst hätten die Soldaten versucht, den Angreifer mit Nahkampf-Techniken zu überwältigen. Weil dies nicht gelang, gab ein Soldat fünf Schüsse ab. Staatspräsident François Hollande würdigte in einer Erklärung «den Mut und die Entschlossenheit» der Militärs.

(L'essentiel/sep/afp/dpa)

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