Hohenzollern: Hohenzollern-Streit bleibt vor Gericht

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HohenzollernHohenzollern-Streit bleibt vor Gericht

Der Streit zwischen der öffentlichen Hand und den Nachfahren des letzten deutschen Kaisers läuft auf eine juristische Lösung hinaus.

von
Patrick Lempges
Baden Württemberg
Burg Hohenzollern auf der Schwäbischen Alb im Winter
Foto Achim Mende zvg

Das von der baden-württembergischen Burg Hohenzollern stammende Haus Hohenzollern ist im Rechtsstreit mit dem deutschen Staat. Die Nachkommen Kaiser Wilhelm II. wollen eine Großzahl an Artefakten zurück.

Achim Mende zvg

Der Streit zwischen der öffentlichen Hand und den Nachfahren des letzten deutschen Kaisers läuft auf eine juristische Lösung hinaus. Der Bund sowie die beteiligten Länder Berlin und Brandenburg lehnen eine Vereinbarung jenseits des Gerichts ab. Das geht aus einem Schreiben des brandenburgischen Finanzministeriums an das zuständige Verwaltungsgericht in Potsdam hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» berichtet.

Zwischen dem Bund mit Berlin und Brandenburg einerseits sowie den Hohenzollern andererseits wird seit 2014 über die Rückgabe von zahlreichen Kunstobjekten und über Entschädigungen verhandelt. Die Gespräche ruhen, nachdem Brandenburg einen seit 2015 laufenden Prozess um enteignete Immobilien wieder aufgenommen hat.

Das Land hatte eine Entschädigung auf Basis des Einigungsvertrages abgelehnt. Dagegen klagen die Hohenzollern. Es geht um 1,2 Millionen Euro. Laut Gesetz bekommt keinen Ausgleich, wer dem NS-System «erheblichen Vorschub geleistet hat».

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