Tourismus – Holländer scharf auf Camping in Luxemburg

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TourismusHolländer scharf auf Camping in Luxemburg

LUXEMBURG - Die Campingplätze sind im Großherzogtum jeden Sommer gut gefüllt. Die Luxemburger verbringen ihren Urlaub aber lieber im Ausland.

«Das wäre ja erstaunlich, Luxemburger auf Campingplätzen in ihrem eigenen Land zu sehen», findet Alain Krier, Assistent der Geschäftsführung beim Office national du tourisme (ONT).

«Das wäre ja erstaunlich, Luxemburger auf Campingplätzen in ihrem eigenen Land zu sehen», findet Alain Krier, Assistent der Geschäftsführung beim Office national du tourisme (ONT).

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Urlaub zu Hause: Darauf setzen Luxemburger immer seltener. Laut Statec haben lediglich drei Prozent der Einwohner des Landes ihre Ferien im eigenen Land verbracht. Dabei sind die Campingplätze in Luxemburg immer gut besucht.

Rund 40‘000 Touristen beschlossen im vergangenen Jahr, ihre Ferien beim Camping in den Luxemburger Ardennen zu verbringen. 387'000 Übernachtungen verzeichnete das Luxemburger Tourismusbüro 2012 in der Region. Mehr als zwei Drittel stammten aus den Niederlanden; 15 Prozent kamen aus Belgien. Lediglich 6,5 Prozent der Camper stammten aus Deutschland.

«Das wäre ja erstaunlich, Luxemburger auf Campingplätzen in ihrem eigenen Land zu sehen», findet Alain Krier, Assistent der Geschäftsführung beim Office national du tourisme (ONT). «Das trifft aber nicht nur für den Campingsektor zu. Auch in anderen Gastgewerbebereichen sind andere Nationalitäten vorn.» Doch warum ziehen Luxemburger vor, in den Urlaub lieber ins Ausland zu fahren?

«Die Nähe spielt nicht unbedingt eine Rolle»

«Das ist selbstverständlich für so ein kleines Land wie Luxemburg», so Krier weiter. Wie überall sonst in Europa campen vor allem Niederländer auch in Luxemburg mit großer Leidenschaft. «Sie lieben das. Und das ist keine Besonderheit von Luxemburg. Niederländische Touristen verbringen auf diese Art ihren Urlaub auch in Deutschland und Frankreich», sagt Krier. Luxemburg wolle für «einen gewissen Bekanntheitsgrad» des Landes bei den Niederländern sorgen und «eine gute langjährige Tradition» pflegen.

Was die Nähe Luxemburgs zu Holland betrifft, so sei sie relativ zu betrachten, meint Krier. «Nimmt man als Beispiel die Kleine luxemburgische Schweiz, so konstatiert man dort dieselbe Aufteilung von Nationalitäten. Die Nähe spielt somit nicht unbedingt eine Rolle, das ist eher eine Tradition.» Die Niederlande profitieren im Gegenzug kaum von Luxemburger Touristen. Knapp drei Prozent der Luxemburger haben ihre Ferien im vergangenen Jahr in Holland verbracht.

(jv/L'essentiel Online)

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